Handschriftlich notieren oder tippen – was sagt die Forschung? | Handwriting vs. typing – what does research tell us?

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laptop Egal, in welchem Kreis von Dolmetschern man darüber redet, geschätzte 10 % schwören immer Stein und Bein, dass sie sich die Dinge besser merken können, wenn sie sie mit Stift und Papier festhalten. Sie pfeifen auch auf die Vorteile des papierlosen Büros, darauf, ihre Unterlagen durchsuchen und Glossare sortieren zu können, mit Kollegen Unterlagen auszutauschen oder einfach nur kein Papier zu verschwenden und immer alles digital verfügbar zu haben. Die Argumentation lautet für gewöhnlich in etwa so: „Die Wörter wandern dann durch den Stift den Arm hinauf und direknotizent in mein Gehirn.“ In meinen Ohren eine etwas grobe Herleitung … Umgekehrt begegne ich allerdings auch der eher zufällig gemachten Erkenntnis mit Misstrauen, dass ich beim Konsekutivdolmetschen mit der Tastatur um ein Vielfaches detaillierter notiere als mit Stift und Block … Aber deshalb die hohe Kunst der Notizentechnik über Bord werfen? Meine Notizentechnik war zu Beginn meiner Karriere mein ganzer Stolz, ausgefeilt und systematisch. Mittlerweile ähnelt sie zwar eher einem Stück Papier, das man versehentlich im Hühnerstall vergessen hat – dies könnte mir aber egaler nicht sein, denn meine Merkfähigkeit im Konsekutivdolmetschen entwickelt sich glücklicherweise umgekehrt proportional zur Lesbarkeit und Schönheit meiner Notizen. Eigentlich einleuchtend: Die Notizentechnik ist darauf angelegt, Sinnstrukturen abzubilden, und abbilden bedeutet zunächst einmal erkennen. Je mehr man das Erkennen von Sinnstrukturen trainiert, desto überflüssiger macht sich die Notizentechnik entsprechend selbst. Also bin ich nach wie vor ein großer Fan von handschriftlichen Notizen beim Konsekutivdolmetschen, weil es einfach das Mitdenken und Verstehen fördert und die lebendige und glaubhafte Verdolmetschung einer Rede und keine Wort-für-Wort-Übersetzung vom Notizblatt ermöglicht. So weit, so gut. Aber muss ich deshalb wirklich auch alles andere handschriftlich festhalten, damit mein Geist sich bequemt, die Information in Wissen umzuwandeln?

Zu meiner großen Begeisterung hat sich kürzlich ein Forscherteam in den USA (Pam A. Mueller von der Princeton University und Daniel M. Oppenheimer von der University of California, Los Angeles) genau diese Frage gestellt: Hat das Notier-Instrument (Stift vs. Tastatur) einen Einfluss auf das Lernen? Dabei kamen ein paar interessante Erkenntnisse zutage:

Studenten, die bei einer Vorlesung mit Papier und Stift Notizen gemacht hatten, erzielten nachher beim Beantworten konzeptioneller Fragen zu Sinnzusammenhängen besser Ergebnisse als die Testpersonen, die mit dem Laptop notiert hatten. Ein Vorteil des Tippens liegt grundsätzlich zwar darin, dass man mengenmäßig mehr Informationen festhalten kann, was grundsätzlich dem Lernen zuträglich ist. Ein großer Nachteil – der diesen Vorteil zunichte machen kann – besteht jedoch darin, dass man beim Tippen eher dazu neigt, wortwörtlich mitzuschreiben, statt Sachverhalte zu synthetisieren (selbst wenn im Versuch darum gebeten wird, dies nicht zu tun). Dies wiederum beeinträchtigt die Verarbeitungstiefe und das inhaltliche Lernen. Was für konzeptionelles Wissen gilt, gilt jedoch nicht zwingend für andere Wissensarten: Beim Abfragen von Faktenwissen war es in den Versuchen interessanterweise so, dass die „Stiftnotierer“ den „Tastaturnotierern“ nur dann überlegen waren, wenn zwischen dem Notieren und dem Beantworten der Fragen eine Woche Zeit vergangen war; beim Abfragen unmittelbar nach dem Notieren waren hier die Leistungen gleich.

Als Konferenzdolmetscherin geht mir bei dieser Studie das Herz auf. Nicht ohne einen flüchtigen Gedanken an unser aller Lieblings-Kundenausspruch („Sie sollen das nicht verstehen, Sie sollen das nur dolmetschen.“) kommt mir sofort die wunderbare Kunst der Notizentechnik in den Sinn. Wenn schon das handschriftliche und damit zusammenfassende Notieren von Inhalten dem wortwörtlichen Mittippen überlegen ist, wie spitzemmäßig muss das Aufnehmen von Inhalten dann erst mit der Dolmetsch-Notizentechnik funktionieren, die ja genau das Abbilden von Sinnzusammenhängen zum Gegenstand hat? Wäre es nicht interessant, diese Versuche mit Dolmetschern zu wiederholen? Müsste nicht eigentlich die ganze Welt unsere Notizentechnik lernen?

Andererseits bin ich als papierlose Dolmetscherin auch beruhigt, dass das reine Faktenwissen ebensogut tastaturbasiert verarbeitet werden kann. Sprich: Wenn ich mir – oder Kollegen – beim Dolmetschen (sei es simultan oder konsekutiv) ohnehin nur ein paar Zahlen,  Namen oder Termini notiere, weil ich den Rest aus dem Kopf mache, kann ich das auch gleich am PC machen. Wenn es aber um „richtiges“ Konsekutivdolmetschen geht, sind Stift und Block (oder Touchscreen) plus gute Notizentechnik die Methode der Wahl. Aber auch in der Vorbereitungsphase – wenn es um Zusammenhänge geht, um Abläufe oder Unternehmensstrukturen – ist es durchaus eine gute Idee, sich dies mit Stift und Papier buchstäblich vor Augen zu führen – am besten auch dann unter Verwendung der Notizentechnik, frei nach Matyssek or Rozan.

PS: Und wer noch darüber nachdenkt, wie man diese Spontanvisualisierungen dann am geschicktesten in den Computer bekommt: Vielleicht taugt ja das neue Mikrowellen-Notizbuch etwas?

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Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widment sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ English version +++

Whenever you get tlaptopo talk about note-taking with a bunch of conference interpreters, at least one in ten will most probably be telling you that they just remember things better if they write them down using pen and paper. They don’t care about paperless offices, searching their documents and sorting glossaries alphabetically, sharing information with colleagues or simply avoiding excessive use of paper and having access to their documents any place, any time. The explanation goes roughly like this: “The words just travel through the pen up my arm, entering directly into my brain.” notizenSlightly too simple a reasoning to convince me … On the other hand, I am nonetheless suspicious about a phenomenon I found out about rather by coincidence: interpreting consecutively, I can take many more notes, and more detailed ones, using my laptop computer than with pen and paper. Fair enough … but reason enough to scrap my good old-fashioned note-taking technique, which I was so proud of back when I graduated? Once very nuanced and systematic, nowadays my notes rather resemble a piece of paper someone forgot in the hen house. But I couldn’t care less, as my powers of memory seem to increase in inverse proportion to the beauty and legibility of my notes. Quite logical, actually: Interpreters’ note-taking technique is made to visualise semantic structures, and visualising means understanding in the first place. So the more you practice note-taking, the less you will end up needing them, which is why I am still quite fond of pen and paper notes after all. What we want to deliver is the lively and credible interpretation of a speech and not a sight translation of our notes. Now that’s for interpreting. But do I really have to write down every piece of information with pen and paper for my mind to take it in as knowledge?

To my utmost delight, a team of researchers in the USA (Pam A. Mueller from Princeton University and Daniel M. Oppenheimer from University of California, Los Angeles) have asked themselves exactly the same question: Does the instrument of note-taking (pen vs. keyboard) influence learning? The results are quite interesting:

Students who had taken notes of a lecture using pen and paper performed better in answering conceptual questions than those tested who had taken notes using a laptop computer. Even though typing has the advantage that more information can be captured, which in itself is beneficial to learning, the downside – potentially outweighing this advantage – is that when fast-typing, people tend to transcribe verbatim instead of synthesing the content (and the test participants did so even when being told to avoid verbatim transcription). This in turn leads to shallower processing and impairs conceptual learning. But, interestingly, what goes for conceptual learning, does not necessarily apply to other types of knowledge: For factual knowledge, the advantage pen-users showed over keyboard-users did only occur when a week had elapsed between the lecture and the test. In immediate testing, there was no difference in performance of pen vs. keyboard users.

As a conference interpreter, I am quite thrilled by this study. It is not without remembering the famous client’s comment (“You are supposed to translate, not to understand.”) that our wonderful note-taking technique springs to mind. If hand-written, i. e. summarising, content-based notes are superior to verbatim typing, then just how much more efficient must interpreters’ notes be, which are designed to do exactly this, encoding conceptual relations? Wouldn’t it be interesting to repeat the same study with interpreters? And, by the way, shouldn’t the whole world learn how to take notes like interpreters do?

Then again, as a paperless interpreter I am in a way reassured to know that mere factual knowledge is eligible for keyboard-based processing after all. So I can still use my laptop computer while interpreting (simultaneously or consecutively) in order to note down some numbers, names or terms – be it for myself or for my colleague – while I rely on my brain for the rest of the job. But for “real” consecutive interpreting, pen and paper (or touchscreen) plus strong note-taking skills are the method of choice. And also in the preparation phase, when it comes to understanding the structure of a company or a particular workflow, there is no such thing as visualising them manually – ideally doing it the Matyssek or Rozan way.

PS: And if you are wondering how to bring the results of your spontaneous visualisations to your hard disc … What about the new microwaveable notebook?

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About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

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Reference:
Pam A. Mueller1 and Daniel M. Oppenheimer2 (1Princeton University and 2University of California, Los Angeles): The Pen Is Mightier Than the Keyboard: Advantages of Longhand Over Laptop Note Taking. In: Psychological Science 2014, Vol. 25(6) 1159–1168; http://pss.sagepub.com/content/early/2014/04/22/0956797614524581

Booth-friendly terminology management – Flashterm.eu

Flashterm Suchergebnis

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Wer – womöglich auch fürs Übersetzen – eigentlich lieber eine „richtige“ Terminologieverwaltung hätte, die obendrein aber noch kabinenfreundlich ist, der sollte einmal bei Flashterm von der Eisenrieth Dokumentations GmbH vorbeischauen. Flashterm basiert auf Filemaker und bietet die Klassiker der Eintragsmöglichkeiten wie Sachgebiete, Synonyme, Kontext usw. , aber auch das Anlegen von bis zu 10 persönlichen Merklisten, integrierte Wikipediaabfrage und vieles mehr. Die Abfrage ist sehr komfortabel (ignoriert natürlich Akzepte und dergleichen) und wird fürs Simultandolmetschen noch besser, wenn man das Interpreter-Modul dazukauft. Bei der Darstellung der Suchergebnisse werden (nebst Definition in der Ausgangssprache) die Benennungen in allen Zielsprachen angezeigt (zehn passen mindestens in die Anzeige). Insgesamt deutlich mehr als nur eine zweidimensionale Tabelle (auch „Glossar“ genannt). Funktioniert für 195 Sprachen – da müsste eigentlich für jeden was dabei sein!

– verfügbar für PC und Mac, ipad/iphone und browser-basiert
–  Solo-Edition derzeit kostenlos (Jubiläumsangebot)
– zusätzliches Interpreter-Modul für 299 EUR

Mehr zu dolmetschfreundlichen Terminologieprogrammen findet Ihr in den beiden Vorgängerbeiträgen:
Booth-friendly terminology management programs for interpreters – a market snapshot (LookUp, Interplex, InterpretBank)
Booth-friendly terminology management revisited – 2 newcomers (Interpreters‘ Help, Glossary Assistant)

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Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widment sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ English version +++

If what you are after is „real“ terminology management – e.g. because you double as a translator – but the program should still be booth-friendly, then you should definitely meet Flashterm by Eisenrieth Dokumentations GmbH. Flashterm is based on Filemaker and has the typical entry options like subject area, synonyms, context etc., but you can also create up to 10  personal memory lists, it has integrated Wikipedia query and much more. The query function is very handy (ignores accents and the like) and gets even better if you buy the supplementary „Interpreter“ module, wich offers an optimised search interface for the booth. Search results are displayed with the definition in the source language plus the equivalent terms in all your target languages (at least ten fit on the screen). All in all, this is much more than a two-dimensional table (aka „glossary“). It works with 195 languages, so I suppose it suits pretty much every taste.

– available for PC and Mac, ipad/iphone and browser-based
– Solo Edition free of charge at the moment (special anniversary promotion)
– supplementary „Interpreter“ module for 299 EUR

For more information about terminology management for interpreters, see previous articles on the subject:
Booth-friendly terminology management programs for interpreters – a market snapshot (LookUp, Interplex, InterpretBank)
Booth-friendly terminology management revisited – 2 newcomers (Interpreters‘ Help, Glossary Assistant)

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About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

Not-To-Do Lists and Not-To-Learn Words

not to learn - nicht lernen

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To-Do-Listen sind eine feine Sache: Einmal aufgeschrieben, kann man lästige Aufgaben zumindest zeitweilig des Gedächtnisses verweisen, und überhaupt ist man viel organisierter und effizienter. Ich zumindest gieße seit Ewigkeiten alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, in eine Excel-Tabelle – seien es nun Geld, Arbeit, Adressbuch oder die Weihnachtsgeschenke der gesamten Familie.

Die ultimative Glückseligmachung des Selbstmanagements aber sind nicht die Listen, die uns sagen, was zu tun ist, sondern die Not-To-Do-Listen. Sie entschlacken unseren Alltag und schaffen erst die Freiräume für die wichtigen Dinge des Lebens. Die wichtigen Dinge des Lebens und Not-To-Do-Listen sollen aber mein Thema gar nicht sein, denn damit haben sich andere schon viel qualifizierter auseinandergesetzt, so etwa Pat Brans im Blog des Forbes-Magazin oder Timothy Ferriss, Autor des Buchs „Die 4-Stunden-Woche“.

Mich als Dolmetscherin erinnert dieser Ansatz nur unweigerlich an ein Prinzip, auf dem ich in Seminaren für Konferenzdolmetscher seit Jahren gerne herumreite, nämlich der Kosten-Nutzen-Abwägung bzw. Selektion beim Vokabellernen – zeitgeist-adäquat nun auch „not-to-learn words“ genannt. Das Prinzip bleibt das Gleiche: Regelmäßig ziehen wir bis an die Zähne vorbereitet in den Dolmetscheinsatz, im Gepäck Glossare (hoffentlich eher Datenbanken) mit lässig an die 100 bis 400 Termini. Aber alle auswendig lernen, womöglich so stark automatisiert, dass sie uns auch unter kognitiver Belastung mühelos einfallen? Manchmal eher nicht wirklich. Zumal nicht selten nur die Hälfte der vorbereiteten Terminologie überhaupt zum Einsatz kommt. Folglich ist es eine gute Idee, einen Teil der Terminologie von vorneherein bewusst auf die Nicht-Lernen-Liste zu setzen, statt die Entscheidung dem Zufall zu überlassen, an welche Termini wir uns nun im entscheidenen Augenblick erinnern. Um Kandidaten für diese Liste zu erkennen, kann man sich an drei Kriterien orientieren (oder in Huffington-Post-Deutsch: „Drei Wege, wie Sie Ihre persönlichen Not-To-Learn Words erkennen und damit Ihr ganzes Leben revolutionieren“):

– Man kann sie sich beim besten Willen nicht merken. Wenn es aber sein muss und die „zirkulierende Wirbelschichtverbrennung“/“circulating fluidized bed combustion“/“combustión en lecho fluidizado circulante“ nunmal ein zentraler Begriff ist, besser aufschreiben und immer gut sichtbar platzieren. Gut abgelesen ist allemal besser als schlecht gelernt.

– Kein Mensch weiß, wie wahrscheinlich es ist, dass dieser Begriff in der heutigen Konferenz und im restlichen Leben überhaupt je eine Rolle spielen wird. Besser abrufbar schriftlich/digital mitführen. Dabei macht es natürlich einen Unterschied, ob der Kontext für das „Schleierkraut“ im Blumenstrauß für die Vorsitzende zu suchen ist („lovely flowers!“) oder in einem Botanikerkongress („babies‘ breath, Gypsophila paniculata“).

– Lässt sich zur Not improvisieren. Ein Negativbeispiel hierfür wären militärische Ränge. Wenn aus Oberstleutnant Meyer „el Señor Meyer“ wird, macht das nicht unbedingt einen schlanken Fuß. Unersetzbares also besser lernen.

Und das Lustigste daran: Bestimmt sind es genau die Begriffe, die auf der Not-To-Learn-Liste stehen, die man unweigerlich doch im Kopf hat. Denn am Ende gilt eben immer: Dolmetscher wissen alles.

 

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To-do lists are just lovely: Once you have put all nasty tasks down there, you can forget about them for a while and, what’s more, be just perfectly organised and highly efficient. I have been putting anything into spreadsheets for ages, be it money, jobs, my address book or the whole family’s Christmas gifts.

If, however, you want to go the extra mile on your way to happiness and self-management, you will most probably not want lists to tell you what you have to do, but rather what not to do – the famous “not-to-do lists”. They help to prune your daily life and leave room for what really matters. Now I am not the right person to tell you what really matters in life or how to handle not-to-do lists, as other more qualified people have done so before, such as Pat Brans on the Forbes magazine’s blog or Timothy Ferriss, author of the book „The 4-Hour Workweek“.

But still … these not-to-do lists remind me of something I have been dwelling upon for years in conference interpreting seminars: the principle of cost-benefit ratios and selection when it comes to learning vocab for a job – now probably to be called „not-to-learn words“. The principle remains the same: We often go to work prepared to the teeth, easily carrying with us some 100 to 400 terms in our glossaries (or, hopefully, rather data bases). But have we learnt them all by heart, ideally to a degree that makes us spit them out automatically in the right moment, even under cognitive load? Well, rather not, sometimes. And quite understandably so, as it occurs that half of the terminology prepared is not applied after all. Accordingly, it is a good idea to discard some of the terminology-to-be-learnt in advance and put it on your not-to-learn word list instead of relying on being lucky enough to retain the decisive terms. There are some criteria to identify the right candidates for your not-to-learn words (or, to put it in Huffington Post style: Three life-changing ways of creating your personal not-to-learn word list):

– You just cannot bring yourself to memorising this word (or expression). Now, if they really insist on talking about „zirkulierende Wirbelschichtverbrennung“/“circulating fluidized bed combustion“/“combustión en lecho fluidizado circulante“ all day, make sure to write it down and place it somewhere visible at all times. Better well read than badly remembered.

– You have no idea about how likely this term is to ever pop up in your conference or your life at all. Better have it with you on paper or computer. Of course, it makes a difference whether the “babies‘ breath“ or Gypsophila paniculata turns up in the context of a botanical congress („Schleierkraut“) or in the bunch of flowers the president receives for her birthday (“tolle Blumen!”).
– If necessary, you might get away with an impromptu solution. A negative example of this is military ranks, which just can’t be invented. And if Lieutenant Meyer becomes „el Señor Meyer“, this will not exactly make you shine as an interpreter. You better learn the irreplaceable.

And the funny thing is that, at the end, you are bound to remember exactly the terms you put on the not-to-learn list. After all, interpreters just know it all.

Organise your meeting documents with MS-OneNote – Sitzungsunterlagen perfekt im Zugriff mit Onenote

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Warum scheuen viele Dolmetscher eigentlich davor zurück, völlig papierfrei in die Kabine zu gehen, und wechseln lieber zwischen einem Stapel ausgedruckter Dokumente auf der einen Seite und einem Computer als reine Vokabelsuchmaschine auf der anderen Seite hin und her? Ich vermute, der Grund ist dieser:

Cluttered Desktop
Dokumentenchaos auf dem Computerbildschirm – zum Vergrößern klicken

Man kann einfach nie sicher sein, dass man das richtige Dokument zu richtigen Zeitpunkt auf dem Bildschirm hat. Aber – Ihr ahnt es bereits – auch für dieses Problem gibt es eine App! Das Notizprogramm OneNote von Microsoft ermöglicht es, Informationen aus verschiedensten Quellen an einer Stelle übersichtlich darzustellen, seien es Word-/Excel-/Powerpoint-Dateien, PDFs, gescannte Dokumente, Webseiten oder auch handschrifliche Notizen.

Ein Notizbuch mit dem Namen „Conference A“ kann beispielsweise in die Abschnitte Day 1, Day 2 und Day 3 gegliedert werden, die über die Reiter oben erreicht werden. Innerhalb jedes Abschnitts, also für jeden Konferenztag, kann man dann beliebig viele „Seiten“ anlegen – das sind die hübschen Registerreiter rechts an der Seite.

OneNote Bespielstruktur - zum Vergrößern klicken
OneNote Bespielstruktur – zum Vergrößern klicken

 

Dabei ist eine Seite anders als in der Textverarbeitung in der Länge nicht begrenzt auf ein bestimmtes Papierformat. In eine Seite kann man mehrere Dokumente einfügen, die dann untereinander erscheinen. Also bspw. unter „Agenda“ nicht nur die Tagesordnung, sondern auch andere Sitzungsinformationen wie etwa die Teilnehmerliste oder die Teamaufstellung. Selbst ganze Webseiten lassen sich einlesen. Gerade diese Woche noch habe ich ein 30-seitiges Excel-Glossar plus sechs Powerpoint-Präsentationen mit OneNote gebändigt.

OneNoteInsert
OneNote Einfügefunktion – zum Vergrößern klicken

Einmal in OneNote eingefügt, lassen sich die Texte und Abbildungen hervorragend bearbeiten, farblich hervorheben, bekritzeln und mit Textfeldern versehen.

OneNote Ttext bearbeiten - zum Vergrößern klicken
OneNote Ttext bearbeiten – zum Vergrößern klicken

 

Sehr charmant ist die Suchfunktion. Man kann sämtliche Sitzungsdokumente auf einen Schlag durchsuchen (STRG+E), aber am meisten beeindruckt hat mich, dass die Suchfunktion auch Zeichenketten in Bilddateien erkennt, das heißt OneNote hat eine eingebaute optische Zeichenerkennung (OCR). So können auch gescannte oder abfotografierte Dokumente optimal ausgeschlachtet werden.

OneNote PictureFileSearch
OneNote Suchfunktion – zum Vergrößern klicken

 

Wer ein MS-Office-Paket gekauft oder abonniert hat, bekommt OneNote kostenfrei dazu. Ansonsten kann man es separat kaufen. Für wen das nicht in Frage kommt, für den könnte das kostenlose Evernote oder auch Laverna eine Alternative sein. Letzteres erfordert nicht einmal eine Registrierung und wird vor allem mit der vertraulichen Umgang bzw. der Verschlüsselung der Daten.

Alle drei Programme ermöglichen die Speicherung in der Cloud und den Zugriff auf die Notizbücher von Computer und mobilen Geräten.

Wie immer freue ich mich über Eure Erfahrungsberichte!

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Why do many interpreters still shy away from going into the booth with no printed paper at all and prefer alternating between a pile of paper on the one side and their computer serving as a mere vocab-searching device on the other? I suspect the reason is as follows:

Cluttered Desktop – click to enlarge

You just never feel safe bringing the right document to the screen at the right moment. But – guess what – there is an app (if not a fully-fledged program) for that! Microsoft’s note-taking software OneNote enables you to organise and visualise information from different sources in one „notebook“, be it Wword, Excel, Powerpoint or pdf files, scanned documents, website or handwritten notes.

For example, a notebook named „Conference A“ can be subdivided in sections Day 1, Day 2 and Day 3, which can easily be accessed by clicking on the tabs above. Within each section (or conference day) you can create many different pages, which can be seen on the right hand side, e.g. one for the agenda, one for each presentation and one for glossaries.

OneNoteStructure
OneNote sample structure – click to enlarge

 

A „page“ in OneNote, unlike word-processing, is not limited in length to a paper format. You can add many different documents to one page which will then be displayed one after the other. So within the page named „Agenda“, you might well add the list of participants or your team sheet below. It is even possible to insert complete websites. Just this week I have handled a spreadsheet glossary of 30 pages plus six powerpoint presentations in OneNote.

OneNoteInsert
OneNote insert elements – click to enlarge

 

Once a document has been inserted into OneNote, texts, graphs and pictures can be highlighted, underlined, scribbled on and text elements added.

OneNote Draw
OneNote draw and highlight – click to enlarge

 

What I find most enticing is the search function. All the documents of one notebook can be searched in one go (CTRL+E), even (which is what impressed me most) image files. OneNote finds strings of characters in scanned documents, i.e. it has an optical character recognition included. So scans and photographs can be exploited to the utmost.

OneNote PictureFileSearch
OneNote search function – click to enlarge

 

Those of you who have a Microsoft Office license will get OneNote for free. Otherwise, it can be bought separately, or else you might try Evernote or Laverna instead, which are free of charge. The latter does not even require registration and encrypts your data for confidentiality.

All three solutions provide cloud storage and access both from your computer and mobile devices.

As usual, I will be happy to read about your experience!

Improved Reading für Dolmetscher – neue Termine für August und September in Frankfurt, Karlsruhe, Berlin, Hamburg

Improved Reading bietet neue Crashkurs-Termine speziell für Dolmetscher.

Preis: 169,- € zzgl. MwSt. (beinhaltet alle Kursunterlagen, die Nachbetreuung, Softgetränke und Kaffee während des Trainings)

Max. 15 Teilnehmer, Anmeldung möglichst bis 4 Wochen vorher

Frankfurt – Sa, 30.08.14 09:30 – 17:30

Karlsruhe – Mo, 01.09.14 09:30 – 17:30

Berlin – Fr, 19.09.14 09:30 – 17:30

Hamburg – Sa, 27.09.14 09:30 – 17:30

Buchung und Infos des Anbieters unter http://www.improved-reading.de/dolmetscher/

Weitere Infos in meinem Blogartikel und Selbstversuch zum Thema.

 

Verträge auf dem Smartphone oder Tablet unterschreiben +++ Signing contracts on your smartphone or tablet

+++ For English see below +++

Man kennt es ja: Gerade liegt man unter Palmen, da schneit per Mail der Vertrag für den nächsten Auftrag hinein und will sofort unterschrieben zurückgeschickt werden. Und nun? Zur Rezeption laufen, Vertrag ausdrucken lassen (supervertraulich) und unterschrieben zurückfaxen? Natürlich nicht. Denn zu meiner übergroßen Freude habe ich in meinem diesjährigen Urlaub festgestellt, dass das, was viele von uns schon lange am PC machen, nämlich Pdfs oder Bilddateien digital signieren, jetzt auch – und noch viel besser – am Tablet oder Smartphone geht. Mit dem ganz normalen kostenlosen Adobe Acrobat Reader für Android (was sagen die ipad-Nutzer?) kann man ganz einfach ein pdf am Bildschirm handschriftlich unterzeichnen, speichern und verschicken. Der Vorteil: Man benötigt noch nicht einmal eine gescannte Unterschrift auf der Festplatte oder in der Cloud, denn man malt sie einfach mit dem Zeigefinger (oder einem Stift, wer hat) auf das Touchscreen. Besser geht’s nicht.

So weit, so gut. Aber wie sieht es denn eigentlich rechtlich aus mit diesen digitalen Unterschriften? Meine Notarin erklärte mir auf diese Frage hin gestern erst einmal, dass Verträge, wenn es nicht gegenteilig im Gesetz oder durch Vereinbarung der Parteien vorgesehen ist, gar nicht zwingend der Schriftform bedürfen. Im Prinzip reiche also in unseren Verträgen über Dolmetschleistungen auch eine E-Mail, eine (fern)mündliche Vereinbarung, ein Fax oder eben auch eine gescannte Unterschrift oder eine vom Touchscreen (ein anderes Thema ist dann natürlich die Nachweisbarkeit im Falle eines Rechtsstreits). Ist die Schriftform aber laut Gesetz erforderlich oder unter den Vertragspartnern vereinbart, so reicht  weder eine gescannte Unterschrift noch das Gekrakel auf dem Tochscreen. Einer Unterschrift auf Papier gleichwertig ist eine digitale Unterschrift erst, wenn die Anforderungen an eine „qualifizierte elektronische Signatur“ mit Signaturschlüssel (vgl. Signaturgesetz SigG 2001 § 2) erfüllt sind. Das heißt, bei Verträgen mit Formfreiheit können wir uns im Prinzip den ganzen Aufwand mit den „unqualifizierten“ digitalen Unterschriften auch sparen und stattdessen einfach eine Mail schicken. Es sei denn, der Kunde besteht darauf bzw. man möchte ihm einfach den Gefallen tun.

PS: Ich bin keine Juristin, daher alle Informationen unter Vorbehalt. Interessant dazu auch eine Stellungnahme des Verbandes Organisations- und Informationssysteme e.V.

Unterschrift Tablet
signature on a tablet pc

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Typical … just as you are enjoying another cocktail on the beach, there comes an email with the contract for your next job, which please needs to be signed and returned right away. Now what? Walk to reception, have it printed out (very confidential indeed) and fax back? No way. To my utmost delight, what has been possible for quite some time on a desktop or laptop computer, i.e. signing your pdfs or image files electronically, can now be done on a tablet or smartphone just as well – and even better. The very normal, free of charge Adobe Acrobat Reader for Android (don’t know about ipad?) allows you to sign your pdfs manually, saving them and sending them on. The nice thing about it is that there isn’t even a need for a scanned signature being saved somewhere on the hard disk (or in the cloud), you simply draw the signature on your touchscreen with your finger (or using a stylus pen if you happen to have one).

So far, so good. But what about the legal status of such electronic signatures? I don’t know about other countries, but my German notary explained to me that there is no explicit need for contracts do be done in writing anyway. If not stipulated differently in the law or agreed upon by the parties, contracts like ours may as well be made orally, by phone, email, fax or using scanned signatures or those scribbled on a touchscreen (theoretically speaking, that is; what holds proof in the case of a dispute remains to be seen). If, however, a written contract is required, all this won’t do the trick anyway. In order to have an electronic equivalent to a pen and paper signature, you need to use what the German „signature law“ calls a „qualified electronic signature“, i.e. one including a signature key. So actually, when no written contract is required, there is no point in using all those „unqualified“ signatures anyway, you may as well just send an email, unless your customer insists or you just want to do them the favour anyway.

PS: As I am not a lawyer, the above information merely reflects my personal understanding of the matter.

 

Booth-friendly terminology management revisited – 2 newcomers

The nice thing about blogging is that if you miss something out, you are safe to find out within 24 hours.

Interestingly, the programs presented in my last article are obviously the „veterans“ of terminology management for conference interpreters (most of them have been around for years, since long before tablets and smartphones appeared). Two brand new booth-friendly terminology management programs have been brought to my attention (both still in beta version), and I am delighted to share this with you:

Interpreters‘ Help by Benoît Werner and Yann Plancqueel (Berlin, Paris)

A browser-based web application, i.e. it works on any device (for Mac OS users, there is an additional program called Boothmate, which works offline as well). It is organised in glossaries, with straightforward editing functions, unlimited (I take it) number of language colums and a limited number of additional columns (comment, category, definition, acronym, other). It is great for keeping your terminology up to date at all ends (cloud, PC, tablet, smartphone) and sharing it with colleagues. The search function is very swift with the hit list being narrowed down with every additional character you type. Does not ignore accents or umlauts (what’s the English plural of umlaut, btw?).

Available for any operating system (browser-based), additionally Boothmate for Mac OS X.
Cost: free public glossaries, pricing options  9.99 – 49.00 €/months (-10% if paid anually).

Glossary Assistant by Reg Martin (Switzerland)

Glossary Assistant is Android-only. It is still in its initial phase, so it is only available via shared link from the regmartin96@gmail.com.
It concentrates on comfortable viewing of glossaries on android-tablets (not so much on phones), editing the glossaries is also possible. Once converted into txt, glossaries can be copied to your tablet then added to Glossary Assistant. It relies very much on short-touch, long-touch and swiping, and once you get the hang of it, viewing and sorting it is really intuitive. The app offers „clean“ and „dirty“ searching, the latter meaning that it ignores accents and umlauts. This app is still being worked on, so don’t be shy and test it in order to help Reg meet our requirements!

Available for Android tablets.
Cost: Currently available free of charge.

Now it’s your turn! I am looking forward to reading your comments, feel free to share your experience, questions or any other booth-friendly terminology management programs I have missed out.

Booth-friendly terminology management programs for interpreters – a market snapshot

– This one comes in English, as many non-German-speaking colleagues have asked for it. –

This article is meant to give you a very brief overview of the terminology management programs that I am aware of (in alphabetical order), made for simultaneous interpreters. I have tried to highlight the merits and downsides that in my experience are the most relevant when it comes to making a decision. For detailed descriptions of the respective systems, just follow the links, or post your questions here so that we can sort them out together, with the help of the respective proprietors.

Interplex (Peter Sand, Geneva)

Very much appreciated by those colleagues who have accumulated tons of valuable thematic glossaries in Word or Excel files. You can import them into Interplex and search them all at once (or in selected glossaries), and edit them as well. It has a great search function ignoring all the accents and special characters I tried. It is very straightforward so you can start working with it in no time. It does not, however, allow for classifying/filtering your terms by customers, subject fields, conferences, date etc.

Available for Windows, iPhone and iPad.
Cost: 75 $, free demo (I think there is a student discount, but it doesn’t say so on the website – just ask Peter).

InterpretBank (Claudio Fantinuoli, Germersheim)

Very user-friendly, many nice functions; organised by glossaries (which, technically speaking, are subject areas tagged to each entry), has all the essential data categories (customer, project etc.) and a very nice flashcard-like memorising function. Quick-search function which ignores accents. It is limited to five languages and you cannot add endless numbers of individual data fields.

Available for Windows, Mac and Android.
Free trial, full license: 59 €, student license: 39 €, free demo license for university teachers (and their students).

Also see my more recent review of InterpretBank 4.

LookUp (Christoph Stoll, Heidelberg)

Very sophisticated and has a great quick-search function which literally allows you to blind-type the first few letters of a word and the hit list appears without you even having to hit the enter button. It is limited to four languages, of which only three can be displayed at a time.  The search function does not ignore accents and other special characters. It has many data fields (customer, subject, project etc. and even semantic relations)  and corresponding filtering and sorting functions; to my knowledge, it is the interpreter-specific terminology management tool which comes closest to the „real“ terminology systems (SDL Trados and the like).

Available for Windows. Free download.

TERMINUS (Nils Wintringham, Zürich)

Quick-search function, classification by glossaries and „groups“ (customer, subject group etc.) using descriptors, a concept which I find quite enticing as it is both easy to use and allows for differentiated classification of your terms. Don’t use the default installation folder under Windows 8 or 10.

Available for Windows.
CHF 148 plus VAT, 50 % off for academia, free demo.

For those of you who still just can’t decide, I suggest you start with a plain table in MS-Excel, MS-Access (my favourite), Filemaker and the like. It enables you to keep all your terminology in one place and you have the basic sorting, filtering and searching functions. Those simple table structures can be imported into virtually any terminology management system once you have decided on one.

When working in a team and preparing for a very technical conference, I very much like to share a Google spreadsheet (i.e. share the terminology work). It can save huge amounts of time. But you must really make sure not to enter your customer’s confidential data there, so I would not recommend it as a general terminology management tool.

And last but not least: If there are any other terminology management systems for conference interpreters, please let me know. Also, if the proprietors of the above mentioned programs want to add or correct anything of the above, feel free to use the comments! And anyone who just wants to share their experience, please do so as well.

——–

Addendum: Immediately after publication of this blog, I was made aware of two more very recent (and indeed very modern) programs, GlossaryAssistant and InterpretersHelp. Here’s more about them: http://blog.sprachmanagement.net/?p=305.

In addition, there is a summary table which gives you an overview of all the terminology tools for interpreters I am aware of, which I try to keep up to date.

Schneller Lesen – dafür gibt es doch bestimmt eine App!

Für eine wirklich bessere Lesetechnik muss man definitiv auch das altmodische Gehirn bemühen, aber einige Aspekte davon – Blickspanne nutzen, nicht im Text zurückspringen – sind ja doch so mechanisch, dass man sich fragt, ob dabei nicht der Computer helfen kann. Und tatsächlich sind auf diese Idee auch schon andere gekommen.

Zunächst einmal vielen Dank an Conrado Portugal, der mir diesen Artikel aus der Huffington Post geschickt hat: http://m.huffpost.com/es/entry/4902279, (den es nicht nur auf Spanisch, sondern auch mindestens auf Englisch gibt). Die darin vorgestellte Schnell-Lese-App von Spritz ist leider nur für wenige Geräte erhältlich, eine ähnliche habe ich aber für mein Android-Tablet gefunden, nämlich „A Faster Reader„:

Das Prinzip ist einfach: Die Wörter eines Textes werden einzeln nacheinander angezeigt (das Tempo kann man regulieren), so dass das Auge immer auf dem gleichen Punkt ruhen kann und keine Zeilen abtasten muss. Cool gelöst: Wenn man einen Text mit dieser App lesen möchte, geht man einfach auf „Teilen“ und wählt „SpeedReader“ aus.

Vielleicht nicht das romantischste Leseerlebnis, aber schon effizient, und irgendwie doch charmant  – vor allem aber nützlich, wenn man mal etwas am winzigen Smartphone-Bildschirm lesen muss.

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Audio-Vorbereitung 3: Hurra, mein Glossar spricht! Aus mehrsprachigen Tabellen mp3s zaubern

So hocherfreut ich war festzustellen, dass der Computer problemlos geschriebenen Text vorliest und das Vorgelesene auch ohne viel Murren als mp3 herausrückt, so sehr hat es mich dann gefuchst, dass das mit mehrsprachigen Glossaren nicht so mir nichts, dir nichts funktionieren wollte. Ich habe also einige Spracherzeugungssoftware-Hersteller mit der Frage genervt und ein bisschen rumprobiert, und siehe da, letztendlich habe ich doch einen einigermaßen bequemen und bezahlbaren Weg gefunden:

Für 20 EUR habe ich mir TextAloud gegönnt (bereits vorgestellt hier http://wp.me/p3KGB8-2n) und bin damit bestens gewappnet. Man muss dem Programm nur mit ein paar Tags auf die Sprünge helfen, damit es weiß, an welcher Stelle es welche Sprache sprechen muss, aber dann funktioniert es wunderbar.

Folgende Tabelle habe ich TextAloud zum Vorlesen gegeben, in der ich vor jede Spalte eine zusätzliche Spalte eingefügt habe, in der steht, welche Stimme sprechen soll:

ExcelGlossar mit Tags

Wie diese Tags aussehen, findet man heraus, indem man es einmal in TextAloud direkt ausprobiert:

TextAloud

Die fertig präparierte Excel-Tabelle befördert man dann per Copy&Paste in TextAloud:

TextAloud Glossar

Dann klickt man auf „Speak“ oder „To File“ – und fertig!

Hier das Ergebnis zum Anhören:

Nicht schlecht für einen Computer, finde ich. „Te-ha-ymian“ ist ein bisschen lustig, aber auf jeden Fall erfüllt das Ganze seinen Zweck, sich im Auto, beim Sektfrühstück oder beim Kugelschreiberzusammenschrauben die 200 wichtigsten Termini für die morgige Konferenz noch einmal anzuhören.

Und zum Schluss die gute Nachricht: Wenn man sich die Mühe einmal gemacht hat, speichert man sich einfach eine leere Vorlage in Excel (so wie diese hier: Glossar für TextAloud LEER, geht wahrscheinlich auch in Word) und muss beim nächsten Mal nur noch seine Glossarspalten hineinkopieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren!