Zeit sparen bei der Videovorbereitung | How to save time when preparing video speeches

Videos als Vorbereitungsmaterial für eine Konferenz haben unzählige Vorteile. Der einzige Nachteil: Sie sind ein Zeitfresser. Man kann nicht wie bei einem schriftlichen Text das Ganze überfliegen und wichtige Stellen vertiefen, markieren und hineinkritzeln. Zum Glück hat Alex Drechsel sich in einem Blogbeitrag dazu Gedanken gemacht und ein paar Tools ausgegraben, die dem Elend ein Ende bereiten. Danke, Alex 🙂

Please enjoy Alex Drechsel’s blog post on how to make preparing video speeches less of a hassle.

Wissensmanagement im Konferenzdolmetschen – ein bisschen Theorie

Was bedeutet eigentlich Wissensmanagement für Konferenzdolmetscher?

Was man für einen Dolmetscheinsatz wissen muss, ist schnell beschrieben: So ziemlich alles in allen Arbeitssprachen. Auf der Händlertagung eines Waschmaschinenherstellers kann es plötzlich um Fußballtaktik gehen, der CFO bei einer Bilanzpressekonferenz hat womöglich eine Schwäche für Bibelzitate. Deshalb gilt grundsätzlich: Die Vorbereitung ist nie zu Ende. Da aber bekanntlich Zeit Geld ist und selbst Dolmetscher nicht alles wissen können, ist bei unserer Informations- und Wissensarbeit der Management-Begriff entscheidend, das Streben nach dem Bestmöglichen zur Erreichung des Ziels (anstelle eins unreflektierten Abarbeitens).

Strategisch ist dabei die qualifizierte Entscheidung zwischen dem Bereithalten von Information (auf Papier oder im Computer) und dem Aneignen von Wissen (im Kopf). Dieses Wechselspiel zwischen Daten, Information und Wissen ist typisch für die verschiedenen – ineinandergreifenden – Verarbeitungsebenen der Dolmetschvorbereitung:

Zusammentragen von Daten und Recherche relevanter Informationen (Tagesordnung, alte Protokolle, Präsentationen, Manuskripte, Webseiten der involvierten Parteien, Glossare),

fehlende Information wie Sachzusammenhänge und terminologische Lücken recherchieren, Auswertung und Aufbereitung der Informationen,

Nutzung der aufbereiteten Informationen, also Abgleichen mit dem eigenen Wissensbestand, Abruf und Einbindung (gezieltes Lernen der wichtigsten Terminologie und Sachverhalte bzw. das intuitive Auffindbarmachen im Dolmetscheinsatz).

Semiotik des Dolmetschens

Ähnlich wie in einem Zeichensystem finden sich auch in der Dolmetschsituation drei Informations- und Wissensdimensionen: die sprachliche, wahrnehmbare Form, die Begriffswelt (Inhalt) und die außersprachliche Wirklichkeit (Situation). Diese drei „Himmelsrichtungen“ können in der Dolmetschvorbereitung als innerer Kompass Orientierung bieten.

Anders als Übersetzer oder Terminologen arbeiten Dolmetscher für den Moment, für eine einmalige Situation mit einer definierten Gruppe von Beteiligten. Entsprechend hat diese Situation mehr Gewicht, verleit aber auch mehr Freiheit. „Richtig“ gedolmetscht ist, was hier akzeptiert oder bevorzugt wird, auch wenn es außerhalb dieser Runde niemand verstehen würde. Was korrekt belegt ist, sei es durch eine Norm, ein Nachschlagewerk oder Referenzliteratur, wird umgekehrt nicht zwingend von den Zuhörern verstanden, sei es aufgrund des Bildungshintergrundes oder auch einer anderen regionalen Herkunft.

Selbstverständlich ist es durchaus wichtig, die andersprachigen Benennungen etwa für Aktiengesellschaft, Vorstand, Aufsichtsrat und Verwaltungsrat zu kennen (Form). Im Notfall sind solche Benennungen aber nachschlagbar oder (oft effizienter) mit Druck auf die Räuspertaste bei den Kollegen erfragbar. Ist der semantische Zusammenhang zwischen diesen Begriffen bzw. die Unterschiede zwischen den Systemen unterschiedlicher Länder nicht klar (Inhalt), so wird das Füllen dieser Verständnislücke ad hoc schwierig, und die durch fehlendes Verständnis entstehenden inhaltlichen Dolmetschfehler wiegen oft schwerer als „das falsche Wort“, das aber den Inhalt dennoch transportiert. Noch irritierender wirkt es mitunter, wenn das situative Verständnis fehlt, sprich die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden mit der des Vorstandsvorsitzenden verwechselt wird. Bei aller sprachlich-fachlichen Einarbeitung sollte man daher nie vergessen, sich die konkrete Kommunikationssituation zu vergegenwärtigen.

Wenn nun also Informations- und Wissensmanagement für Dolmetscher bedeutet, sich nach jedem Dolmetscheinsatz zu fragen, ob man als Wissensarbeiter optimal gearbeitet hat, wo sind denn dann die Stellschrauben, an denen man drehen kann? Grundsätzlich lohnt es sich, verschiedene Optimierungsansätze für sich selbst einmal zu durchdenken.

Selektion

Die hohe Kunst der effizienten Dolmetschvorbereitung – bzw. des Informationsmanagements im Allgemeinen – liegt häufig im Abwägen: Welche Informationen bzw . welches Wissen benötigt man (am dringendsten), was ist entbehrlich? Siehe hierzu auch Not-To-Learn Words.

Extraktion

Bei tausend Seiten Text, zweitausend Powerpoint-Folien oder einem 400-Einträge-Glossar ist es eine gute Idee, das Wichtigste (siehe oben) zu extrahieren/herauszufiltern/herauszusuchen. Für die Extraktion von Terminologie aus Texten gibt es mehr oder weniger gut funktionierende Tools. Für die inhaltliche Seite lohnt sich mitunter auch die Suche nach “menschlichen” Zusammenfassungen zu bestimmten Themen, zu vielen bekannteren Büchern gibt es für wenig Geld auch redaktionell angefertigte Zusammenfassungen, die EU hat gar eine spezielle Seite mit Zusammenfassungen von Rechtsakten angelegt.

Eingrenzen und Erweitern

Meistens hat man entweder zu viel oder zu wenig Information.

Im Internet lässt sich das zu viel oder unbrauchbar oft durch ein paar Handgriffe erledigen: Verwenden von Ausschlusswörtern (ein Minuszeichen oder NOT vor das Wort setzen), Eingrenzung auf eine bestimmte Seite (site:) verwandte Seiten finden (related:), Definitionen suchen (define:), Berücksichtigung von Synonymen bei der Suche (~), Herkunftsland (loc:) usw. Wenn man die zahlreichen Online-Nachschlagewerke durchsuchen möchte, können Such-Tools, die verschiedene Quellen gleichzeitig durchsuchen, die Arbeit erleichtern und Nerven schonen – so etwa sb.qtrans.de.

Bei der eigenen Terminologie ist es wichtig, dass man die Suche wahlweise nach Themenbereich („Bilanzen“), Kunden, Sprachen, Anlass („Jahresbilanzpressekonferenz Firma XY in Z“) oder Art der Veranstaltung (etwa EBR) eingrenzen kann.

Übersichtlichkeit

Verbringt man (gefühlt) mehr Zeit mit dem Suchen als mit dem Finden, so kann es sinnvoll sein, gedanklich einen Schritt zurückzutreten und zu überlegen, an welcher Stelle genau es ruckelt. Beispielsweise kann man zu einem Auftrag alle Informationen in einer Excel-Datei sammeln (Tagesordnung, Glossar etc.), um diese auf einen Schlag durchsuchen zu können. Bei sehr vielen Manuskripten oder zu diskutierenden Sitzungsdokumenten können auch Notizbuch-Programme wie MS-OneNote oder Evernote hervorragend für Übersicht und Ordnung sorgen. Prinzipiell findet man seine Termini schneller, wenn man sie in einer einzigen Datenbank ablegt und nicht in unterschiedlichen Dokumenten – denn früher oder später gibt es immer Überschneidungen zwischen verschiedenen Einsatzbereichen oder Kunden. Muss man in der Kabine mit dem Blick bzw. der Aufmerksamkeit ständig zwischen Computer und Papierunterlagen wechseln, kann es sich lohnen, eine bewusste Entscheidung gegen diesen Medienbruch zu treffen und konsequent am Rechner oder auf Papier zu arbeiten.

Wenn in einer Sitzung mit Paralleltexten gearbeitet wird, etwa wenn ein Vertragstext diskutiert wird, lohnt es sich, über eine ordentliche Paralleltextanzeige nachzudenken. Oft leistet das Kopieren in eine Tabelle hier wahre Wunder, aber auch der Import in ein Translation-Memory-System ist, wenn das Alignieren einigermaßen funktioniert, eine sehr komfortable Kabinenlösung. Selbst pdfs in mehreren Sprachen lassen sich mit einem praktischen Tool nebeneinanderlegen.

Strukturierung

Ordnung ist da halbe Leben … warum eigentlich? Ganz einfach: Man verbringt nicht so viel Lebenszeit mit dem Überlegen, wo man dieses und jenes nun hinräumen soll bzw. hingeräumt hat. Deshalb ist beispielsweise eine ordentliche Dateiablagesystematik und eine Terminologiedatenbank ein Beitrag zur schnellen Wissenslückenfüllung im Dolmetscheinsatz sowie zur allgemeinen Dolmetscherzufriedenheit. Hinzu kommt, dass eine gute Datenstruktur der beste Weg zur Null-Nachbereitung ist. Zumindest beim Simultandolmetschen meist leicht zu bewerkstelligen, ist es nützlicher, motivierender und leichter zu merken, Wissenslücken gleich in der Anwendungssituation zu recherchieren. Wenn man die gefundene Information ordentlich ablegt (Terminologie dem Kunden/Thema/Anlass zugeordnet), erübrigt sich die Nachbereitung am eigenen Schreibtisch.

Systematisierung und Beschleunigung

Egal, wie gut man sich strukturiert und organisiert, manchmal ist man einfach nicht schnell genug oder vergisst das Wichtigste. Hier hilft es, Standards zu schaffen. Handlungen, die eine Gewohnheit sind, erfordern weniger Aufmerksamkeit und Energie. Immer die gleiche Ablagesystematik bei E-Mails und Dokumenten, eine Checkliste für die Angebotserstellung, Standardfragen („Wer macht Was mit Wem Wozu?“) bei mündlichen Kundenbriefings, Rituale bei der Aktivierung von Passivwissen. Manches kann man auch an den Computer delegieren, zum Beispiel die Erinnerung an die Steuererklärung oder das Abonnieren von Zeitungen und Newslettern.

Oft kann Software helfen, etwa beim gleichzeitigen Durchsuchen unzähliger Dateien mit einer Desktopsuchmaschine, beim Abgleich von Texten mit Glossaren oder bei der Alignierung verschiedener Sprachfassungen mittels eines Translation-Memory-Systems. Aber auch rein geistige, nicht computergestützte Fähigkeiten lassen sich beschleunigen, so etwa durch das Erlernen effizienterer Lesetechniken wie Improved Reading.

Kooperation und Arbeitsteilung

Noch relativ neu, aber aus dem Dolmetschalltag vieler Kollegen schon kaum noch wegzudenken, sind cloudbasierte Plattformen zur Teamzusammenarbeit. Vor allem bei extrem fachspezifischen und dichten Konferenzen, in denen das Dolmetschteam sich die Vorbereitungsarbeit teilt, bieten sie eine Möglichkeit, emeinsam und doch unabhängig voneinander v.a. Terminlogie zu erarbeiten und Dokumente abzulegen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Team ist immer auf dem gleichen Stand, kann sich zu Detailfragen austauschen, jeder kann die Wissenslücken des anderen ergänzen. Wenn eine solche einfache Datenbank gut strukturiert ist, hat auch jeder die Möglichkeit, seine persönliche Ansicht zu generieren, ohne von subjektiv als irrelevant empfundenen Daten „gestört“ zu werden.

Und bei dieser Vielzahlt an Möglichkeiten gilt natürlich genau wie in der Kabine: Nur nicht die Übersicht verlieren 😉

————————
Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

Informations- und Wissensmanagement im Konferenzdolmetschen. Sabest 15. Frankfurt: Peter Lang. [Dissertation] www.peterlang.net

Simultaneous interpreting with VR headset | Dolmetschen unter der Virtual-Reality-Brille | Interpretación simultanea con gafas VR

+++ for English see below +++ para español, aun más abajo +++
2016 wurde mir zum Jahresausklang eine Dolmetscherfahrung der ganz besonderen Art zuteil: Dolmetschen mit Virtual-Reality-Brille. Sebastiano Gigliobianco hat im Rahmen seiner Masterarbeit am SDI München drei Remote-Interpreting-Szenarien in Fallstudien durchgetestet und ich durfte in den Räumen von PCS in Düsseldorf als Probandin dabei sein. Mehr zu den Erkenntnissen seiner Untersuchungen dürfen wir hoffentlich im Laufe des Jahres von Sebastiano selbst erfahren. Hier deshalb nur meine persönlichen Impressionen:
 
  • Relativ offensichtlich, aber doch eine Herausforderung: Mit VR-Brille auf dem Kopf ist man in der realen Welt blind. Das ist für das Bedienen des Dolmetschpultes nicht ganz trivial, so dass ich mich während der ersten fünf Minuten panisch am Lautstärkeknopf festgekrallt habe, um diesen bloß nicht aus dem Griff zu verlieren. Erstaunlicherweise hatte ich aber schon nach kurzer Zeit die geographische Lage des Lautstärkereglers so verinnerlicht, dass ich auch freihändig dolmetschen konnte und meine Hand den Regler trotzdem bei Bedarf problemlos wiederfand. Mir stellt sich spontan die Frage, ob es dafür im Gehirn ein separat zuständiges Areal gibt (so wie den Extra-Magen für Nachtisch).
  • Ich hätte nicht gedacht, dass es unter der VR-Brille so nett ist. Bisher kannte ich aus der VR-Welt nur abgefahrene Spielszenarien wie Spukschlösser oder Unterwasserwelten. Nun befand ich mich aber in einer ganz normalen Arbeitsumgebung, einer Art Werksführung, und stand in Gestalt einer Kamera auf einem Stativ mitten zwischen den Rednern und konnte durch Kopfdrehung intuitiv genau dorthin blicken, wohin ich wollte. Dass ich dabei dem jeweiligen Redner immer ungeniert mitten ins Gesicht glotzen konnte, ohne diesen zu irritieren, war lustig und auch fürs Dolmetschen ziemlich nützlich. Jedenfalls musste ich zu keinem Zeitpunkt mit Blick auf das Genick des Redners dolmetschen.
  • 360-Grad-Drehungen auf dem Bürostuhl in der herkömmlichen Dolmetschkabine sind etwas beschwerlich.
  • Natürlich kann man nicht ewig mit so einem Klotz auf dem Kopf arbeiten, frisurenschädlich ist er obendrein. Aber als Motorola 1983 das erste (800 g schwere!) Handy auf dem Markt brachte (1987 zu sehen in Wallstreet an der Seite von Michael Douglas), hatte auch noch niemand unsere heutigen schnuckeligen Smartphones im Sinn.

————————
Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ EN +++ EN +++ EN +++ EN +++

In 2016, I had a real end-of-year special: interpreting with a virtual reality headset on (or rather: around) my head. Sebastiano Gigliobianco, student at the SDI in Munich, wanted to test three remote interpreting scenarios for his master’s thesis – and I was one of the lucky test persons who were invited to the premises of PCS in Düsseldorf. We will hopefully hear more about Sebastiano’s findings in the course of the year. For the moment, I would like to share with you my personal impressions:
  • Obviously, with VR goggles on, you are blind for the real world. A fact, however, not to be neglected when it comes to handling the knobs and buttons of the interpreter console in the booth. So for the first five minutes, I did not dare to let go of the volume control. But then after some time, to my own surprise I managed to locate the knob quite easily, so that I could speak and use both my hands freely and still control the volume intuitively. This makes me wonder whether there is a separate brain area for geographic localisation of things that does not interfere with interpreting. (Just like that extra stomach the dessert seems to go to.)
  • I hadn’t expected to be that much at ease wearing a VR headset. So far, my VR experience has been all haunted castles and underwater scenery. But now I found myself in the middle of a very normal working environment, i. e. a kind of factory tour, standing (in the form of a camera mounted on a tripod) right between the participants. And by simply turning my head, the camera would swivel around and let me look where I wanted to look. Basically, I could stare right into the speaker’s face without causing irritation, which was both fun and very useful. I really liked the fact that at no time I had to interpret looking at the speaker’s back.
  • 180 degree rotations are not the most comfortable thing to do sitting on an office chair in a traditional interpreting booth.
  • You obviously cannot spend a whole day interpreting with this clumsy apparatus mounted on your head (not even to mention what it does to your hair). But then, when Motorola launched the first mobile phone back in 1983 (starring in „Wall Street“ together with Michael Douglas in 1987), none of us had in mind those neat little smartphones we have nowadays.

————————–
About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

+++ ES +++ ES +++ ES +++ ES +++

Para finalizar el año 2016, tuve una experiencia muy especial: interpretar en un entorno de realidad virtual, o sea con unas gafas VR puestas. Sebastiano Gigliobianco, estudiante del SDI en Múnich, estudió tres escenarios de interpretación remota en el marco de su tesis de máster, y a mí me tocó participar como voluntaria en las instalaciones de PCS en Düsseldorf. Espero que muy pronto podamos aprender más sobre los hallazgos de Sebastiano, así que, por el momento, me limito a compartir mis impresiones personales:
  • Con las gafas VR puestas, uno está ciego en el mundo real, un hecho nada desdeñable cuando se trata de manejar los botones de una consola de interpretación. De modo que, durante los primeros cinco minutos de interpretación, no solté ni un segundo el control de volumen. Pero luego me fui acostumbrando, y al final tenía memorizada la ubicación de este botón y con mucha facilidad podía controlar el volumen de forma intuitiva y hablar usando mis manos libremente. Casi pareciera que hay un área cerebral para localizar cosas que funciona independientemente de la interpretación simultánea. (Igual que el famoso estómago separado para postres en donde siempre cabe un postrecito.)
  • No me hubiera imaginado que estaría tan a gusto trabajando con las gafas VR. Hasta la fecha, mi experiencia VR se había limitado a los castillos embrujados y los paisajes acuáticos. Pero en este caso, me encontré en medio de un entorno de interpretación muy normal, o sea un tipo de visita de planta, ubicada (en forma de una cámara que está montada sobre un trípode) justamente entre los interlocutores. Nada más moviendo la cabeza podía hacer girar la cámara y con eso dirigir mi mirada en la dirección que quisiera. Esto me permitía mirar al orador directamente a la cara, cosa que en la vida normal sería un poco indiscreta, pero así no causó ninguna irritación. Era divertido y muy útil a la vez. Y me encantó que en ningún momento tuve que interpretar a una persona que me daba la espalda.
  • Las rotaciones de 180 grados no se realizan con facilidad en una silla giratoria dentro de una cabina de interpretación común y corriente.
  • Está claro que no se puede pasar un día entero interpretando con esas gafotas monstruosas en la cabeza (ni hablar de cómo te dejan despeinada).  Pero en fin, cuando Motorola lanzó el primer celular en 1983 (y fue una especie de protagonista en 1987 al lado de Michael Douglas en „Wall Street“), tampoco nos hubiéramos imaginado los smartphones chiquititos y chulos que tenemos hoy en día.

 

————————–

La autora:
Anja Rütten es intérprete de conferencias autónoma para alemán (A), español (B), inglés y francés (C), domiciliada en Düsseldorf/Alemania. Se dedica al tema de la gestión de los conocimientos desde mediados de los años 1990.

Dictation Software instead of Term Extraction? | Diktiersoftware als Termextraktion für Dolmetscher?

+++ for English see below +++

Als neulich mein Arzt bei unserem Beratungsgespräch munter seine Gedanken dem Computer diktierte, anstatt zu tippen, kam mir die Frage in den Sinn: „Warum mache ich das eigentlich nicht?“ Es folgte eine kurze Fachsimpelei zum Thema Diktierprogramme, und kaum zu Hause, musste ich das natürlich auch gleich ausprobieren. Das High-End-Produkt Dragon Naturally Speaking, von dem mein Arzt schwärmte, wollte ich mir dann aber doch nicht gleich gönnen.  Das muss doch auch mit Windows gehen und mit dem im Notebook eingebauten Raummikrofon, dachte ich mir (haha) … Eingerichtet war auch alles in Nullkommanix (unter Windows 10 Auf Start klicken, den Menüpunkt „Erleichterte Bedienung“ suchen, “ Windowsspracherkennung“ auswählen) und los ging’s. Beim ersten Start durchläuft man zunächst ein kurzes Lernprogramm, das die Stimme kennenlernt.

Und dann konnte es auch schon losgehen mit dem eingebauten Diktiergerät, zunächst testhalber in Microsoft Word. Von den ersten zwei Spracheingaben war ich auch noch einigermaßen beeindruckt, aber schon bei „Desoxyribonukleinsäure“ zerplatzten alle meine Träume. Hier meine ersten Diktierproben mit ein paar gängigen Ausdrücken aus dem Dolmetschalltag:

– 12345
– Automobilzulieferer
– Besserungszeremonien Kline sollte es auch viel wie Wohnen Nucleinsäuren für das (Desoxyribonukleinsäure)
– Beste Rock Siri Wohnung Klee ihnen sollte noch in Welle (Desoxyribonukleinsäure)
– Verlustvortrag
– Rechnungsabgrenzungsposten
– Vorrats Datenspeicherung
– Noch Händewellenlänge (Nockenwelle)
– Keilriemen
– Brennstoffzellen Fahrzeuge

Gar nicht schlecht. Aber so ganz das Spracherkennungswunder war das nun noch nicht. In meiner Phantasie hatte ich mich nämlich in der Dolmetschvorbereitung Texte und Präsentationen entspannt lesen und dabei alle Termini und Zusammenhänge, die ich im Nachgang recherchieren wollte, in eine hübsche Tabelle diktieren sehen.  Aber dazu musste dann wohl etwas „Richtiges“ her, wahrscheinlich zunächst einmal ein gescheites Mikrofon.

Also setzte ich mich dann doch mit der allseits gepriesenen Diktiersoftware Dragon Naturally Speaking auseinander, chattete mit dem Support und prüfte alle Optionen. Für 99 EUR unterstützt die Home-Edition nur die gewählte Sprache. Die Premium-Version für 169 EUR unterstützt die gewählte Sprache und auch Englisch. Ist die gewählte Sprache Englisch, gibt es nur Englisch. Möchte ich mit Deutsch, Spanisch, Englisch und womöglich noch meiner zweiten C-Sprache Französisch arbeiten, wird es also erstens kompliziert und zweitens teuer. Also verwarf ich das ganze Thema erst einmal, bis wenige Tage später in einem völlig anderen Zusammenhang unsere liebe Kollegin Fee Engemann erwähnte, dass sie mit Dragon arbeite. Da wurde ich natürlich hellhörig und habe es mir dann doch nicht nehmen lassen, sie für mich und Euch ein bisschen nach ihrer Erfahrung mit Spracherkennungssoftware auszuhorchen:


Fee Engemann im Interview am 19. Februar 2016

Wie ist die Qualität der Spracherkennung bei Dragon Naturally Speaking?

Erstaunlich gut. Das Programm lernt die Stimme und Sprechweise kennen und man kann ihm auch neue Wörter „beibringen“, oder es liest über sein „Lerncenter“ ganze Dateien aus. Man kann auch Wörter buchstabieren, wenn das System gar nichts mehr versteht.

Wozu benutzt Du Dragon?

Ich benutze es manchmal als OCR-Ersatz, wenn eine Übersetzungsvorlage nicht maschinenlesbar ist. Das hat den Vorteil, dass man gleich den Text einmal komplett gelesen hat.

In der Dolmetschvorbereitung diktiere ich meine Terminologie in eine Liste, die ich dann nachher durch die Begriffe in der anderen Sprache ergänze. Das funktioniert in Word und auch in Excel. Falls es Schwierigkeiten gibt, liegt das evtl. daran, dass sich die Kompatibilitätsmodule für ein bestimmtes Programm deaktiviert haben. Ein Besuch auf der Website des technischen Supports schafft hier Abhilfe. Für Zeilenumbrüche und viele andere Befehle gibt es entsprechende Sprachkommandos. Wenn man das Programm per Post bestellt und nicht als Download, ist sogar eine Übersicht mit den wichtigsten Befehlen dabei – so wie auch ein Headset, das für meine Zwecke völlig ausreichend ist. Die Hotline ist im Übrigen auch super.

Gibt es Nachteile?

Wenn ich einen Tag lang gedolmetscht habe, habe ich danach manchmal keine Lust mehr, mit meinem Computer auch noch zu sprechen. Dann arbeite ich auf herkömmliche Art.

Wenn man in unterschiedlichen Sprachen arbeitet, muss man für jede Sprache ein neues Profil anlegen und zwischen diesen Profilen wechseln. Je nach Sprachenvielfalt in der Kombination könnte das lästig werden.


Mein Fazit: Das hört sich alles wirklich sehr vielversprechend an. Das größte Problem für uns Dolmetscher scheint – ähnlich wie bei der Generierung von Audiodateien, also dem umgekehrten Weg – das Hin und Her zwischen den Sprachen zu sein. Wenn jemand von Euch dazu Tipps und Erfahrungen hat, freue ich mich sehr über Kommentare – vielleicht wird es ja doch noch was mit der Terminologieextraktion per Stimme!

Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ English version +++

The other day, when I was talking to my GP and saw him dictate his thoughts to his computer instead of typing them in, I suddenly wondered why I was not using such a tool myself when preparing for an interpreting assignment? So I asked him about the system and, back home, went to try it myself straight away. Although what I was planning to do was not to buy the high-end dictation program Dragon Naturally Speaking I had been recommended, but instead to go for the built-in Windows speech recognition function and the equally built-in microphone of my laptop computer (bad idea) … The speech recognition module under Windows 10 was activated in no time (got to the Start menu, select „Ease of Access > Speech Recognition„) and off I went.

When the voice recognition function is first started, it takes you through a short learning routine in order to familiarise itself with your voice. After that, my Windows built-in dictation device was ready. For a start, I tried it in Microsoft Word. I found the first results rather impressive, but when it came to „Desoxyribonukleinsäure“ (deoxyribonucleic acid), I was completely disillusioned. See for yourselves the results of my first voice recognition test with some of the usual expressions from the daily life of any conference interpreter:

– 12345
– Automobilzulieferer
– Besserungszeremonien Kline sollte es auch viel wie Wohnen Nucleinsäuren für das (Desoxyribonukleinsäure)
– Beste Rock Siri Wohnung Klee ihnen sollte noch in Welle (Desoxyribonukleinsäure)
– Verlustvortrag
– Rechnungsabgrenzungsposten
– Vorrats Datenspeicherung
– Noch Händewellenlänge (Nockenwelle)
– Keilriemen
– Brennstoffzellen Fahrzeuge

Not bad for a start – but not quite the miracle of voice recognition I would need in order to live this dream of dictating terminology into a list on my computer while reading documents to prepare for an interpreting assignment. Something decent was what I needed, probably a decent microphone, for a start.

So I enquired about the famous dictation software Dragon Naturally Speaking, chatted with one of the support people and checked the options. For 99 EUR, Dragon’s Home Edition only supports one language. The Premium Edition for 169 EUR supports one selected language plus English (If you choose English when buying the software, it is English-only.)  If I want German, Spanish, English and possibly also my second C-language, French, it gets both complicated and expensive. So I discarded the whole idea until, only a few days later, our dear colleague Fee Engemann happened to mention to me – in a completely different context – that she actually worked with Dragon! I was all ears and spontaneously asked her if she would like to share some of her experience with us in an interview. Luckily, she accepted!


Interview with Fee Engemann February 19th, 2016

What is the voice recognition quality of Dragon Naturally Speaking like?

Surprisingly good. The program familiarises itself with your voice and speech patterns, and you can also „teach“ it new words, or let it read loads of new words from entire files. You can also spell words in case the system does not understand you at all.

What do you use Dragon for?

I use it as an OCR substitute when I get a text to translate which is not machine-readable. The big advantage is that once you have done that, you know the entire text.

When preparing for an interpreting assignment, I dictate my terminology into a list and add the equivalent terms in the other language once I have finished reading the texts. That works in MS-Word and MS-Excel. If there are problems, this may be due to the compatibility module for a certain program being deactivated. The technical support website can help in this case. There are special commands for line breaks and the like. And if you order the software on a CD (instead of simply downloading it), your parcel will not only include a list with the most important commands, but also a headset, which is absolutely sufficient for my purpose. And by the way … the hotline is great, too.

Are there any downsides?

After a whole day of interpreting, I sometimes don’t feel like talking to my computer. In this case, I simply work the traditional way.

When working with several languages, you must create one profile per language and switch between them when switching languages. This may be quite cumbersome if you work with many different languages.


My personal conclusion is that this all sounds very promising. As always, our problem as conference interpreters with these technologies (just like when creating multilingual audio files, i.e. the other way around) seems to be the constant changing back and forth between languages. If any of my readers has experience or good advice to share, I will be happy to read about it in the comments – maybe voice-based term extraction is not that far away after all!

————————–

About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

 

 

 

 

 

 

 

 

GetSEMPER.com – Charmant-penetranter Vokabeltrainer | Persistant, though charming: your personal vocab trainer

„Aktivierung von Schlüsselterminologie“, „Memor(is)ierung“ oder „Vokabelpauken“ – egal, wie man es nennt: Eine gewisse Basisausrüstung an Fachterminologie muss einfach ins Hirn. Hierzu kann man sich Listen ausdrucken, Karteikarten schreiben oder eine Reihe von Apps und Programmen nutzen (Anki, Phase 6, Langenscheidt und Pons wurden mir bei einer Spontanumfrage unter Kollegen genannt, auch die InterpretBank bietet ein Lernmodul), die sich aber bei mir in der Praxis nicht durchgesetzt haben, weil ich mich damit einigermaßen vorsätzlich hinsetzen und lernen müsste … puuhhh. Da lasse ich mich schon lieber von einem sprechenden Glossar berieseln und hoffe, dass das Gehörte irgendwie hängenbleibt.

Umso wachsamer wurde ich, als in verschiedenen Zeitschriften und Blogs Semper empfohlen wurde, eine Lern-App, die ganz proaktiv und aufdringlich jedes Mal, wenn man sein Handy aktiviert,  eine Lernfrage stellt. Ganz im Sinne des Microlearning, denn kleine Lerneinheiten in wechselnden Situationen funktionieren ja sehr viel besser als stundenlanges Pauken an einem Ort. Ruckzuck hatte ich die App installiert und nach kurzem Stöbern in den verfügbaren „Packs“ (virtuelle Karteikartenstapel; ich setze sie immer in Anführungsstriche, damit niemand denkt, ich rede von einer Art Gesocks) war klar: Das mach ich mal besser selbst. Dazu musste ich mich im Browser bei www.getsemper.com anmelden (wenn man ein Google-Konto hat, am besten damit) und hattte nach wenigen Klicks ein eigenes Pack erschaffen.

GetSemper CreatePack1

Und um dieses dann mit Inhalt zu füllen, wurde ich zu meinem großen Erstaunen zu einer GoogleSheets-Tabelle weitergeleitet, denn nichts anderes ist ein solches „Pack“ – der PackCreator von Semper ist schlichtweg ein Add-On. Sehr praktisch, wo doch Gemeinschaftsglossare in der Cloud ohnehin gerade in Mode ist.

GetSemper PackCreator Waste EN-DE

Jedenfalls kopiert man einfach seine zu lernenden Wortliste aus jeder x-beliebigen Tabelle in die entsprechenden Spalten, klickt auf „Publish“ und schon wird das „Pack“ an das eigene Handy geschickt und erscheint in der Semper-App – und man findet die Datei zudem in der eigenen Google-Ablage unter „zuletzt verwendet“ und kann so ziemlich einfach darauf zugreifen, wenn man etwas ändern oder die wichtigsten Termini für den nächsten Auftrag hineinpacken möchte.

So habe ich mir mal flott ein „Pack“ mit meinen „Darüber-muss-ich-immer-zu-lange-nachdenken“-Termini Deutsch-Spanisch erstellt und, weil es so viel Spaß machte, gleich noch eins in Englisch-Deutsch aus der EU-Abfallstatistiknomenklatur (Verordnung 2150/2002). Und nun werde ich beharrlich bei jedem Aktivieren des Handybildschirms nach Müllsorten, Chemikalien oder Insekten in meinen verschiedenen Arbeitssprachen gefragt.

Mir persönlich gefällt dabei der Karteikartenmodus („Flashcard“) besser als der Multiple-Choice-Modus, aber das ist sicher Geschmackssache.

GetSemper Android 2016_01_28_11.44.54

Herzallerliebst ist übrigens auch die Audioausgabe, wenn man sich die Elemente seiner Vokabelliste einzeln ansieht und dabei auf das Lautsprechersymbol klickt.

GetSemper Android Options

Man kann wählen, ob man nur beim Entsperren des Smartphone-Bildschirms („Lockscreen“) abgefragt wird oder auch dann, wenn man bestimmte Apps öffnet („Loadscreen“). Mein Selbstversuch dauert bislang ca. 48 Stunden an, aber schon nach 10 Minuten konnte ich sagen, dass mich die Loadscreen-Funktion zuverlässig in den Wahnsinn treiben würde. Über die Abfrage beim LockScreen freue ich mich hingegen auch nach 48 Stunden noch wie eine Schneekönigin, zumal die Handhabung sehr geschmeidig ist. Wir sprechen uns dann in einem Monat noch einmal …

PS: Sehr schöne Studie zum Thema Microlearning am Handy: Lindemann, Oliver et al.. (2013). Learning Effects of Arithmetic Problem Solving while Unlocking a Mobile Phone. Zenodo. 10.5281/zenodo.18094

————————
Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ English version +++

„Activation of key terminology“, „memorising“ or „vocab learning“ – no matter what you call it, the fundamentals of terminology just need to be there in your brain (and not only on paper/hard disk). You can print lists or make flashcards or use one of those many apps and programs to learn your words (Anki, Phase 6, Langenscheidt and Pons was what colleagues mentioned spontaneously, InterpretBank also has a learning module), but none of these have made their way into my daily routine as an interpreter so far, basically because I couldn’t be bothered to sit down and study my vocab … I would rather listen to one of my talking glossaries and hope that the words would somehow find their way into my memory.

So I was all the more intrigued by a learning app that I read about some time ago in several magazines and blogs: Semper is a proactive and pushy little fellow who asks you impertinent vocab questions each time you unblock your smartphone screen. Real microlearning, actually: tiny memorising units dispersed over the day in changing contexts are much more effective than long learning sessions at one place. I quite liked the idea and installed Semper on my Android phone straightaway. After searching the vast amount of available „packs“ (virtual  stacks or decks of flashcards), it was clear to me that I wanted my own pack, so I opened my desktop browser and logged on at www.getsemper.com (preferably do this with your Google account if you have one) and a few clicks later I had created my first pack.

GetSemper CreatePack1

In order to fill this pack with life (i.e. weird words to learn), to my great surprise I was brought to a quite familiar place: GoogleSheets. A Semper „pack“ is just that: A Google sheet with an add-on called PackCreator –which comes in quite handy, with shared Google glossaries becoming rather fashionable these days.

GetSemper PackCreator Waste EN-DE

So all I had to do was copy & paste a word list from my own database into the columns, click „publish“ and off it went. A few minutes or even seconds later my brand new pack arrived in the Semper app on my mobile phone. And I can also still find it in my personal GoogleDrive (under „recent“), which makes it very easy to modify and put in the latest vocab for the next job.

I enjoyed myself so much that I not only created one Spanish-German pack with all those words that always take me just a second too long to recall but also an English-German one containing the EU waste nomenclature (taken from regulation 2150/2002). And now each time I unlock the screen of my phone  I will be tested infallibly on waste categories, chemicals or weird insects in one of my working languages.

As to the testing mode, I personally prefer the „Flashcard“ mode from the „Multiple Choice“ one, but I suppose that’s a matter of personal preference.

GetSemper Android 2016_01_28_11.44.54

If you open your pack and look at the elements in detail, you will even find a very charming audio output feature (click on the speaker symbol).

GetSemper Android Options

You can also choose if you only wish to be tested when unlocking your screen („Lockscreen“) or also when you open certain apps („Loadscreen“). My self-experiment has been on for about 48 hours now, and although it only took me 10 minutes to find out that the loadscreen function would drive me completely insane, I am still delighted to answer Semper’s questions each time I unlock my phone. We’ll speak again in a month …

PS: Worth reading: Lindemann, Oliver et al.. (2013). Learning Effects of Arithmetic Problem Solving while Unlocking a Mobile Phone. Zenodo. 10.5281/zenodo.18094

————————–
About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

 

 

Zu Gast in Brüssel bei „Radio Alex“, auch bekannt als #LangFM

Diesen Monat war ich gemeinsam mit Leonie Wagener zu Gast in Brüssel an Alex Drechsel’s Podcast-Küchentisch. Sehr nett war’s – hier könnt Ihr reinhören: http://www.adrechsel.de/langfm/terminologie

+++ Seminarankündigung +++

Wer beim Hören Appetit auf mehr Wissens- oder Terminologiemanagement bekommt und vom Rheinland nicht allzu weit entfernt ist (oder den Weg dorthin nicht scheut), könnte vielleicht Spaß an einem der folgenden AIIC-Seminare (auch für Nicht-Mitglieder offen) haben:

I. Computereinsatz in der Dolmetschkabine und um die Dolmetschkabine herum – SPEZIELL FÜR EINSTEIGER
in Wassenberg oder Köln

Dieses Seminar ist auf fünf Teilnehmer beschränkt, um im kleinen Kreis auf die Grundlagen des Computereinsatzes eingehen zu können. Der Inhalt gestaltet sich rund um die vorab erfassten individuellen Fragen der Teilnehmer („Was viele nie zu fragen wagen“). Es ist ausdrücklich nicht auf Terminologieverwaltung beschränkt; es können auch allgemeine Themen wie Datei- und E-Mailablage, Skype, Twitter, GoogleDocs, Buchhaltung in Excel und alle möglichen anderen Fragen behandelt werden.

Kursgebühr ca. € 180,- pro Person
Mögliche Daten für den eintägigen Kurs:
14. November 2015 oder
21. November 2015 oder
05. Dezember 2015

Doodle-Umfrage zu den Terminen dieses Kurses (bitte in der Umfrage vollen Namen und Mailadresse angeben): http://doodle.com/poll/itkake57krgqvwar

II. Terminologiemanagement in der Dolmetschkabine
in Wassenberg oder Köln

Dieses Seminar richtet sich an praktizierende Konferenzdolmetscher, die sich gerne einen Überblick über die „herkömmlichen“ und neuen Tools am Markt verschaffen möchten. Die verschiedenen Programme werden vorgeführt, Schwerpunkt sind jeweils die Funktionen Schnellsuche, Sortier- und Filtern, Import und Export von eigenen Glossaren. Ein Überblick einschließlich Preisinfos und Links finden sich hier: www.termtools.dolmetscher-wissen-alles.de. Bei Bedarf kann auf die theoretischen Grundlagen von Informationsmanagement und Terminologieverwaltung eingegangen werden – die Wünsche der Teilnehmer werden vorher abgefragt.

Kursgebühr: € 900,00 geteilt durch die Anzahl der Teilnehmer
Mögliche Daten für den eintägigen Kurs:
14. November 2015 oder
21. November 2015 oder
05. Dezember 2015

Doodle-Umfrage zur Terminfindung (bitte in der Umfrage vollen Namen und Mailadresse angeben): http://doodle.com/poll/gt44n36hz3ngqi64

How to build one nice multilingual file from several PDFs | Aus zwei (PDFs) mach eins – übersichtliche mehrsprachige PDFs erstellen | Cómo crear un archivo PDF multilingüe

+++ for English see below +++ para español, aun más abajo +++

Wir kennen ihn alle: Den über hundert Seiten langen Geschäftsbericht, vollgepackt mit Grafiken, Tabellen und wertvollen Informationen, und das – Halleluja! – nicht nur im Original, sondern auch noch in 1a-Übersetzung(en) . Einen besseren Fundus für die Dolmetschvorbereitung kann man sich kaum vorstellen. Nur: Wie bändige und berge ich diesen Schatz? In zwei Excel-Tabellenspalten kopieren? Funktioniert mit solchen Mammut-Dokumenten nur mäßig. Alignieren? Viel Erfolg, mit einem pdf-Dokument … Ausdrucken und nebeneinanderlegen? In einer handelsüblichen Kabine eher beschwerlich. So erlebt zuletzt im vergangenen Sommer, als dann Ignacio Hermo schließlich die Wunderwaffe im Internet zutage gefördert hat: A-PDF N-up Page, ein Programm, das mehrere pdf-Dokumente nicht nur einfach zusammenführt (also alle hintereinanderklatscht), sondern auch die entsprechenden Seiten ordentlich nebeneinanderstellt. Das Ergebnis eignet sich dann hervorragend zum Parallel-Lesen und als Nachschlagewerk.

Eventuell muss man nach der Installation einmalig unter Option/Settings/Page Range „merge all PDF files to one …“ aktivieren. Danach ist die Bedienung denkbar einfach: Man wählt oben die beiden Dateien aus und klickt unten auf „N-up Page …“.

N-Up_1 small

Als Ergebnis erhält man ein pdf, in dem die beiden Sprachen hübsch ordentlich nebeneinander erscheinen:

PDF merged English Spanish

Und natürlich funktioniert das auch mit Powerpoints und anderen Formaten, wenn man sie vorher in pdf konvertiert.

Möchte man nun womöglich mehr als zwei Sprachen nebeneinander sehen (wobei man dann bei der Lesbarkeit an die Grenzen handelsüblicher Bildschirme stößt), so fügt man immer zwei Sprachen in eine Datei zusammen und diese beiden zweisprachigen Dateien (oder auch eine einsprachige plus eine zweisprachige Datei) verschmelzt man dann wiederum in einem zweiten Schritt zu einer drei- bzw. viersprachigen.

N-Up four filesN-Up three files

 

 

 

 

 

Das Ergebnis sieht dann mit drei Sprachen so aus (für deutlichere Darstellung Grafik anklicken):

DE EN ES merged

… und bei vier Sprachen so:

PDF merged EN DE ES FR

Zwar gibt es auch einen so genannten „4-Up“-Modus, dieser legt aber dann die vier Sprachen nicht alle nebeneinander. Man muss dazu wissen, dass das Programm eigentlich dazu gedacht ist, die Seiten eines pdf-Dokuments für den Buchdruck passend anzuordnen. An Dolmetscher hat bei der Entwicklung eher niemand gedacht.

————————-
Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ English version +++

We all know those huge annual reports, over a hundred pages full of charts, tables and valuable information, and, would you believe it, not only in the original language, but also translated (and excellently so) into the other relevant language(s). You couldn’t possibly think of any better source of information in order to prepare for your interpreting assignment. But how to best exploit this abundance of information? Copy everything into two columns of a spreadsheet? Hardly ever works with such massive documents. Align them in a translation memory program? Good luck then, as PDF files don’t actually have a track record of aligning easily. Print everything and spread it out in the booth? Maybe not, at least not if your booth is less than XXL.

When I last encountered this problem back in June, my team mate Ignacio Hermo went through the trouble of searching the internet for the magic solution, and finally found it – A-PDF N-up Page, a program that not only merges several PDF documents into one (simply putting them one behind the other), but also puts the corresponding pages of the different language versions neatly next to each other. The result perfectly serves our purpose of reading the different languages in parallel and of using this multilingual text corpus as a tailor-made encyclopaedia for this particular conference.

After installation, you may have to go to Option/Settings/Page Range once and activate „merge all PDF files to one …“. After that, the tool is really easy to handle: just select your files using the „add file“ button and then click on the „N-up Page …“ button below.

N-Up_1 small

The result is a PDF doc where the two language versions appear nicely next to each other:

PDF merged English Spanish

And obviously, this also works with any Powerpoint presentation and other file formats, as long as you convert them into PDFs before merging them.

If you are crazy enough to consider viewing more than two language versions at a time (the only limit is the screen, obviously) then simply merge two and two and then again merge the two bilingual files (or one bilingual and one monolingual).

N-Up four filesN-Up three files

 

 

 

 

 

This is what the trilingual result looks like (click on the picture to see it clearly) …

DE EN ES merged

… and here’s the quadrilingual file:

PDF merged EN DE ES FR

The tool also has a so-called „4-Up“ mode, but this does not put each page in four languages together. No surprise, though, considering that this program was originally made to arrange the pages of an ordinary pdf file in such a way that it can be printed as a book. No one had us conference interpreters in mind then.

————————–
About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

+++ Versión española +++

Todos las conocemos, estas enormes memorias anuales de más de cien páginas, repletas de gráficos, tablas y un montón de información super útil, y todo eso incluso viene perfectamente traducido a todos los idiomas de la conferencia o la empresa. Increíble, ¿verdad? El único problema con el que nos encontramos ahora es el de saber cómo manejar esta inmensa cantidad de información valiosa, tanto en cabina como a la hora de prepararnos para la conferencia. Copiar y pegarlo todo en dos (o más) columnas de una tabla Excel a duras penas nos funcionaría, con tantos gráficos, tablas y demás cosas. Tampoco serviría de mucho alinearlo en una memoria de traducción, dado que los pdfs no tienen fama de alinearse bien.  Entonces imprimirlo todo y colocarlo sobre la mesa en cabina? Pues no, a no ser que la cabina sea de tamaño XXL.

La última vez que me encontré con este problema, este verano, nuestro querido compañero Ignacio Hermo se puso a buscar la herramienta mágica en internet, y – ¿como ven? – la encontró: A-PDF N-up Page, un programa que no sólo combina varios documentos tipo pdf en uno (colocándolos uno tras otro) sino que los ordena de tal forma que las páginas en los diferentes idiomas aparecen una al lado de la otra. Queda bien bonito y nos sirve perfectamente para leer en varios idiomas en paralelo y consultar este enorme corpus de texto como enciclopedia específica de esta conferencia en particular.

Después de haber instalado el programa, puede ser que tenga que ir a Option/Settings/Page Range una vez y activar „merge all PDF files to one …“. Después resulta facilísimo usar esta herramienta: Simplemente se seleccionan los archivos usando el botón „Add File“ de arriba y se pincha en el botón „N-up Page …“ de abajo – y ya se arma el archivo multilingüe.

N-Up_1 small

El resultado es un documento tipo pdf en donde aparecen las dos versiones lingüísticas una al lado de la otra:

PDF merged English Spanish

Evidentemente, esto también funciona con presentaciones tipo Powerpoint o cualquier otro formato mientras se convierta en pdf primero.

Y si se les ocurre visualizar más de dos idiomas a la vez (el único límite es el formato de la pantalla), simplemente tienen que combinar siempre dos con dos y luego, en un segundo paso, volver a unir los dos archivos bilingües (o uno bilingüe con uno monolingüe).

N-Up four filesN-Up three files

 

 

 

 

 

Así se ve el resultado trilingüe (para verlo más claro, hay que hacer clic en la imagen): 

DE EN ES merged

… y este es el archivo cuatrilingüe:

PDF merged EN DE ES FR

El programa también tiene una función llamada „4-Up“, pero ésta no coloca las páginas de tal manera que las diferentes versiones lingüísticas de una misma página aparezcan juntas. No es de sorprender, considerando que la idea del tool era la de reorganizar las páginas de un pdf normal como para poder imprimirlo como libro. Al programarlo, nadie tenía en mente las necesidades de los intérpretes de conferencias.

————————–

La autora:
Anja Rütten es intérprete de conferencias autónoma para alemán (A), español (B), inglés y francés (C), domiciliada en Düsseldorf/Alemania. Se dedica al tema de la gestión de los conocimientos desde mediados de los años 1990.

Digital dementia and conference interpreters – article published in Multilingual July/August 2015

DigitalDementiaMultilingual Preview

To read this article on effects of digitalisation on conference interpreters‘ memory and learning habits, please follow the link to multilingual.com (English only).

 

—————-

About the author
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

 

 

MS-Excel and MS-Access – are they any good for the booth? | Taugen MS-Excel und MS-Access für die Dolmetschkabine?

Es gibt zwar eine ganze Menge Programme, die genau auf die Bedürfnisse von Konferenzdolmetschern zugeschnitten sind (etwa die Schnellsuche in der Kabine oder Strukturen für die effiziente Einsatzvorbereitung), aber eine ganze Reihe von Kollegen setzt dennoch eher auf Feld-Wald-und-Wiesen-Lösungen aus der MS-Office-Kiste. Abgesehen von Word – hier enthalte ich mich jeden Kommentars hinsichtlich dessen Tauglichkeit als Terminologiemanagementprogramm – setzen viele Dolmetscher auf die Tabellenkalkulationssoftware Excel. Und wenn auch mancher Fachmann sagt, dann könne man ebensogut seine Wäsche im Geschirrspüler waschen, so hat MS-Excel doch so seine Vorzüge – als da wären:

– Verfügbarkeit: Excel ist auf den meisten Computern bereits installiert; das Programm gibt es wahrscheinlich noch, wenn Ihr schon von der Sonnenliege aus Euren Enkeln dabei zuseht, wie sie Euer Dolmetschimperium führen.

– Kompatibilität: Jeder kennt es, jeder hat es, und man kann selbst einigermaßen ordentlich formatierte Word-Tabellen einfach hineinkopieren, ganz zu schweigen von den Unmengen von Lithos-Glossaren, auf die man als EU-Dolmetscher zugreifen kann. Und wenn man nicht in der Microsoft-Welt unterwegs ist, gibt es kostenlose Alternativen wie LibreOffice und Google Sheets.

– Flexibilität: Jeder kann sich seine eigene kleine Datenbank nach persönlichen Vorlieben anlegen, unzählige Spalten bzw. Kategorien anlegen (und löschen), etwa Kunde, Themenbereich mit Unterbereichen, Konferenz, Quelle, Redner, Lernstandsinformationen und alle möglichen Tags. Und man schafft es kaum, Excel durch einen zu großen Datenbestand lahmzulegen, und wenn man nicht plant, mehr als 1.048.576 terminologische Einträge (Zeilen) anzulegen, reicht eine Tabelle ein ganzes Dolmetscherleben lang.

– Kontrollierbarkeit: Es ist einfach nur eine Tabelle mit Spalten und Zeilen; man findet sich einfach zurecht und weiß immer, was man hat.

– Einfache Bedienung: Man tippt einfach die gewünschten Spaltenüberschriften ein und los geht’s – eine verhältnismäßig nutzbringende „Datenbank“ wie dieses Glossary Template MS-Excel ist in Nullkommanix erstellt. Und das Filtern und Sortieren funktioniert supereinfach.

TerminologieManagement Tabelle
Terminologiedatenbank in Tabelle

Natürlich gibt es auch Nachteile:

– Die Suche: Die Suchfunktion (STRG+F) ist ziemlich schlicht, man muss mit der Enter-Taste durch die Tabelle von einem Treffer zum nächsten hüpfen, bis man den richtigen Eintrag gefunden hat. Keine unscharfe oder inkrementelle Suche. Man kann sich des Textfilters bedienen (siehe Bild unten), um eine Trefferliste zu erhalten, aber schnell und intuitiv sieht anders aus – dazu muss man sich dann mit dem Thema Makro-Programmierung auseinandersetzen.

Search function Excel
MS-Excel Textfilter

– Unterdatenbestände: Wenn man mit Unterbeständen der Datengesamtheit arbeiten möchte (etwa Glossare für bestimmte Einsätze, Kunden oder Themengebiete erzeugen), muss man die komplette Tabelle filtern, d.h. die restlichen Daten sind in dem Moment verborgen und können nicht durchsucht werden. Man muss die Filter aktivieren und deaktivieren, um zwischen der Komplettansicht und der gefilterten Ansicht zu wechseln. Das Problem lässt sich umgehen, indem man etwa die relevanten Vokabeln für die nächste Sitzung in ein zweites Tabellenblatt kopiert, um sie dort auf einen Blick zu haben, oder die allerwichtigsten fünf bis zehn Ausdrücke ganz nach oben kopiert und diese Zeilen dann „fixiert“, so dass sie beim nach unten scrollen nicht aus dem Bild laufen (wenn man diese dann noch gelb einfärbt, hat man den optimalen Gelbe-Klebezettel-Effekt).

– Zweidimensionale Struktur: Im Gegensatz zu „richtigen“ Terminologiemanagementsystemen gibt es in einer einfachen Excel-Tabelle keine hierarchische Struktur. Ein Begriff oder terminologischer Eintrag entspricht einer Zeile (Datensatz), so dass man nicht ohne weiteres bestimmte Merkmale wie Kunde, Quelle, Definition etwa nur der deutschen oder nur der spanischen Benennung zuweisen kann, sondern immer nur dem gesamten Eintrag – es sei denn, man erstellt entsprechend viele Spalten, die dann häufig leer bleiben und die Tabelle aufblähen und unübersichtlich machen. Aus eben diesem Grund teilen sich auch Synonyme und Akronyme eine Zelle und bekommen nicht je ein eigenes Feld .. man bewegt sich in einem ständigen Zwiespalt zwischen struktureller Machbarkeit und den terminologischen Grundsätzen der Elementarität und Granularität.

– Anzeigen & Drucken: MS-Excel ist nicht gerade das Nonplusultra in Sachen übersichtlicher Darstellung bzw. Druckansichten komplexer Datensätze. Natürlich kann man eine Tabelle durch Verbergen und Zusammenschieben der einzelnen Spalten so zurechtfrickeln,  dass sie auf den Bildschirm oder eine DIN-A4-Seite passt, aber es ist einigermaßen umständlich und so richtig Spaß macht es auch nicht, wenn man es mit mehr als zwei Spalten zu tun hat.

Einige dieser Unannehmlichkeiten lassen sich durch einen Umstieg auf MS-Acces, Microsofts eigentlichem Datenbankprogramm, überwinden. Access ist teuerer als Excel und nicht so weit verbreitet, deshalb kann nicht jeder einfach mal so eine Access-Datenbank auf seinem Computer öffnen. Auch ein Google-Äquivalent gibt es nicht; aber immerhin gibt es Filemaker für Mac und Windows sowie LibreOffice Base kostenlos für alle. Beide habe ich noch nicht gründlich getestet, freue mich aber über Erfahrungsberichte!

MS-Access ist auch noch relativ einfach zu bedienen und zu überschauen, es lassen sich aber deutlich einfacher Unterdatenbestände erstellen, das Drucken (wem es Spaß macht) macht wieder Spaß und es lassen sich mit ein paar Visual-Basic-Kenntnissen auch bessere Suchfunktionen einbauen. Auch hier kann man seine gesamte Terminologie in einer großen Tabelle lagern und auf deren Grundlage dann unterschiedliche Formulare, Abfragen und Berichte definieren, um etwa nur die zentralen Begriffe der aktuellen Konferenz, ein kundenspezifisches Glossar oder eine hübsch gestaltete Druckansicht zu bekommen. Es ist deutlich einfacher, einen terminologischen Eintrag in seiner ganzen Pracht zu visualisieren, d.h. mit allen begrifflichen Informationen wie Definition, Anmerkung, Bilder, Kontext usw. – sehen Sie selbst:

MS-Access SplitForm GeteiltesFormular
MS-Access geteiltes Formular

————————-
Über die Autorin:
Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ English version: +++

There may be a great many tools designed especially for the needs of conference interpreters (i.e. quick-searching in the booth and efficient preparation for interpreting assignments), but many colleagues still prefer more generic solutions. Apart from MS-Word, which I am not going to comment about as a terminology management program, Microsoft’s spreadsheet software Excel is the tool of choice for many interpreters. And although, as many an IT specialist might think, you might as well wash your clothes in the dishwasher, to some extent it does the trick and has some considerable merits:

– Availability: Pre-installed on most computers, MS-Excel will most probably still be around when you are long spending your days on the sunlounger watching your grandchildren run your conference interpreting business empire.

– Compatibility: Everybody has it, everybody knows it, you can even cut and paste decently formatted Word tables into Excel, not to mention the zillions of Lithos glossaries available to EU interpreters. If you don’t live in the Microsoft universe, there are alternatives free of charge, like LibreOffice or Google Sheets.

– Flexibility: You can create your customised little database, add (and delete) as many columns (aka data categories) as you please, like customer, subject area levels, speaker, conference, source, learning information and all sorts of individual tags. If you are not planning to create more than 1.048.576 terminological entries (rows), one table will do for your whole (interpreter’s) life, and it’s hard to slow Excel down due to data overload.

– Controllability: It is just a plain table with columns and rows, so you’ll always know what you have and find your way around.

– Easy to use: Basically you just type in your column headings and off you go. You can create a relatively useful „database“ like this Glossary Template MS-Excel in no time. And it is just great for quick sorting and filtering.

Terminology Management spreadsheet
terminology database in table

The downsides are:

– Searching: The search function (Ctrl+f) is very basic and you have to hop around your table from one hit to the next until you have found the right entry. No fuzzy matches, no incremental search. The text filter (see image below) can be used in order to display a hit list, but if you want it quick and intuitive, you will have to get into programming macros.

Search function Excel
MS-Excel text filter

– Subsets of data: In order to create subsets of data (i.e. glossaries for a special assignment, customer or subject), you need to filter the whole sheet, which means that the rest of it is not visible or even searchable. You must activate and deactivate filters in order to switch between subsets and the complete table. A workaround is to copy the relevant vocab for an assignment into a second sheet to easily switch between the two, or copy the most important words to the top of the sheet and freeze these top lines in order to be able to see them all the time (and colour the cells yellow for the perfect „post-it“ effect).

– Two-dimensional structure: Unlike „proper“ terminology management systems, a spreadsheet has no hierarchical structure. One concept or terminological entry is one line (data set), you cannot easily assign a customer, status, source etc. only to the Spanish or German term, but just to the whole entry or you will have to create endless additional columns, where most of the fields will be empty most of the time and the table will enormously grow in size and complexity. Synonyms and acronyms go into the same field (cell) for the very same reasion … You are in a constant dilemma between structural feasibility and the terminological principles of elementarity and granularity.

– Display & Printing: MS-Excel is not really great for visualising complex data sets or for printing. You can adjust a digital spreadsheet to fit on standard sheets of paper or a screen by hiding columns or squeezing them all in, but that’s not really the point of it, and it is a bit of a hassle if you are handling more than two columns.

Some of these inconveniences can be solved by switching to MS-Access, Microsoft’s real data base programme. It is more expensive than Excel and not as widely available, so not everyone can open an Access database on their computers. There is no Google equivalent either. However, there is Filemaker for Mac and PC users as well as LibreOffice Base for everyone and free of charge, neither of which I have tested in detail so far (comments welcome!).

While MS-Access is still quite easy to use, flexible and controllable, creating subsets of data becomes easier, printing is much more fun (if you think printing is fun in the first place) and with a tiny bit of Visual Basic skills you can even create very nice search functions. You can have one big table which contains all your terminology and, based on this table, create different forms, queries and reports which, for example, only contain your most important words for tomorrow’s conference, the terminology for a special assigment, customer or subject area and/or are neatly formatted for printing. It is easier to visualise a terminological entry in all its splendour, with the whole range of conceptual information attached to it, like definitions, context, comments, pictures etc. See for yourself:

MS-Access SplitForm GeteiltesFormular
MS-Access split form

————————–
About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

Summary table of terminology tools for interpreters | Übersichtstabelle Terminologietools für Dolmetscher | cuadro sinóptico de programas de gestión de terminología para intérpretes

This is an overview of all the terminology management tools for conference interpreters that I am aware of. I will try to keep the information in the table up to date. If there is anything wrong, feel free to post a comment!

Dies ist eine Übersicht über alle Terminologieverwaltungstools für Konferenzdolmetscher, die mir bekannt sind. Ich versuche, die Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Wenn mir etwas entgangen ist, freue ich mich über eine Kommentar.

Esta lista contiene todos los programas de gestión de terminología para intérpretes de conferencias que conozco. Intentaré mantener esta tabla actualizada. Si encuentran algún error o si falta algo, no duden en publicar un comentario.

Program by runs on pricing blog article
Flashterm.eu Eisenrieth Dokumentations GmbH Windows, Mac, iOS and browser-based solo edition with special interpreter module available in 2018 for 499 € (demo version on request market snapshot part 3
Glossarmanager Glossarmanager GbR/Frank Brempe, Bonn Windows free of charge Glossarmanager review
Glossary Assistant Reg Martin, Switzerland tablets running Android 4.1 or later, phones running Android 4.2 or later, Windows based PC free of charge market snapshot part 2;

Interview with Reg Martin on LangFM

Interplex Peter Sand, Eric Hartner, Geneva Windows, Mac, iOS free demo, full license 75 $, student discount, university license free upon agreement; Interplex for ipad 19,99 $, Interplex lite for iphone (viewer) free market snapshot part 1
InterpretBank Claudio Fantinuoli, Germersheim Windows and iOS; access to glossaries from Android/iOS mobile devices free demo, full license: 119 € plus VAT, 50 % student discount, free demo lincence for universities, 29 € upgrade InterpretBank 4 review

market snapshot part 1

Interpreters’ Help Benoît Werner and Yann Plancqueel, Berlin, Paris all (browser-based), additionally Boothmate for Windows, Mac OS X and ipad free public glossaries + one private glossary;  pro version 19.99 €/month; free education plans market snapshot part 2;

Review by Alex Drechsel

http://www.adrechsel.de/langfm/interpretershelp

Intragloss Dan Kenig and Daniel Pohoryles, Paris Mac; Windows-version expected 49 $/month, 99 $/3 months, 269 $/1 year Intragloss – the missing link;

Interview with Dan Kenig on LangFM

Lookup Christoph Stoll, Heidelberg Windows free of charge market snapshot part 1
Terminus Nils Wintringham, Zürich Windows (for W8, don’t use the default installation folder) CHF 148 plus VAT, 50 % off for academia, free demo with limited number of entries  market snapshot part 1

Generic database or spreadsheet programs:

Program by runs on price blog article
Excel Microsoft Windows, Mac e.g. Office 395 Personal 69.99 € per year including Access (for 1 PC/Mac plus 1 tablet) Excel and Access – any good for the booth?
Access Microsoft Windows, Mac, Android, iOS e.g. Office Home and Student 139.00 € (once for 1 PC) or Office 395 Personal 69.99 € per year including Access (for 1 PC plus 1 tablets) Excel and Access – any good for the booth?
LibreOffice Base The Document Foundation Windows, Linux, Mac OS X; Viewer for Android free of charge
LibreOffice Calc The Document Foundation Windows, Linux, Mac OS X; Viewer for Android free of charge
Filemaker FileMaker, Inc., (Apple Inc. subsidiary) Windows, Mac, iOS 329.00 $
Google Sheets Google all (browser-based) free of charge  Shared Glossaries in Google Docs
TapForms Tap Zapp Software Inc.; Calgary, Canada Mac und iOS Mac 34.99 $, ipad 9.,99 $, iphone 8.99 $ Phil Demay I-interprètes (in French)

Screencast by Alex Drechsel

Airtable Airtable, San Francisco all (browser-based); App for iOS and Android (beta) up to 1500 lines per database free of charge, up to 5000 for 12 $/month, up to 50 000 für 24 $/month Airtable – a great Google Sheets replacement

www.termtools.dolmetscher-wissen-alles.de
© Anja Rütten