Datensicherung für Mutter und Kinder | family-friendly data backup

+++ for English, see below +++

Was ich selbst in über 20 Jahren nicht fertiggebracht habe, schafft mein Kind schon vor dem Erreichen der digitalen Volljährigkeit (gleich Inhaberschaft eines eigenen Whatsapp-Kontos) – den totalen Datenverlust. Zwar in diesem Fall nur in Form aller kostbaren Fotos auf meinem ausrangierten Handy, aber immerhin. So langsam wird klar: Ein umfassendes Datensicherungskonzept muss her.

Im Vorteil ist, wer in seinem Bekanntenkreis ausreichend Testberichtleser hat, so konnte ich glücklicherweise jüngst bei einem Gin Tonic im Hause meiner lieben Freundin Julia eine Empfehlung entgegennehmen, die alles vereint, was ich mir vone einem Backupsystem wünsche: idrive. Es gibt ja viele unterschiedliche Datensicherungssysteme, deshalb hier in Kürze, was mir an diesem System gefällt:

Es funktioniert für alle gängigen Betriebssysteme von Rechnern (Mac, Windows, Linux) und mobilen Geräten (Android, iOS, Windows), bis zu sechs Geräte und 1TB können in der Private-Version über ein Konto laufen, für regulär 69.50 $ (wobei es immer Angebote gibt – nachdem ich mit einem kostenlosen Basis-Konto die App installiert hatte, wurde mir die Private-Version prompt für 15 $ im ersten Jahr angeboten). Man kann über dieses Konto kreuz und quer auf die Daten-Backups aller Geräte zugreifen – was mir zunächst etwas unheimlich war, aber man kann den Zugriff an jedem Endgerät mit einem Passwortschutz belegen. Über das browserbasierte Dashboard kann man dann bspw. die Daten (etwa Fotos) aus dem Handy-Backup direkt auf den Rechner kopieren.

Das Synchronisieren erfolgt entweder in Echtzeit, nach festgelegtem Zeitplan oder auf Knopfdruck. Es rödelt also nicht ständig im Hintergrund, wenn man das nicht möchte, man wird regelmäßig an die Datensicherung erinnert, wenn man das will. Wenn man einmal den kompletten Datenbestand hochgeladen hat, geschieht die Aktualisierung nur noch inkrementell, sprich nur noch Dateien, die auf dem lokalen Rechner geändert wurden, werden im Online-Backup auf den neusten Stand gebracht.

Auf dem Handy kann man auswählen aus der Sicherung von Kontakten, Anruflisten, Kalender, Dateien, Apps, SMS, Fotos (auch die von Whatapp), Videos und Musik. Entweder permanent, zu bestimmten Zeitpunkten oder auf Knopfdruck. Schön für Reisen.

Gelöschte Dateien werden im Online-Backup nur auf Knopfdruck gelöscht („Archive Cleanup„). Solange man diesen Knopf nicht drückt, sind alle auf dem lokalen Rechner – womöglich versehentlich – gelöschten Dateien im Online-Backup noch da. Und wenn man umgekehrt nicht tausende von Privatfotos auf dem Handy herumschleppen möchte, kann man sie dort löschen und im Cloud-Backup aufbewahren.

In der idrive-Business-Version (aktuell 74,62 $ im Jahr) kann man sogar Unterkonten anlegen, so dass man die Datensicherung von Kollegen, Mitarbeitern oder Kindern als Administrator zentral im Griff hat (ohne dass diese auf die eigenen Daten zugreifen).  Ich habe für den Anfang eine preisgünstigere Lösung gewählt und meinen Kindern jeweils separate Konten (Basis-Konto kostenlos bis 5 GB) eingerichtet. (Letztendlich habe ich selbst für mein eigenes Handy nun ein anderes Konto als für meinen PC, um nicht in ständiger Sorge zu leben, dass sich doch einmal jemand über mein Handy Zugang zu meinem gesamten PC-Backup verschafft). Wenn ich die auf meinem Rechner gespeicherte Musik meinen Kindern auf dem Handy zur Verfügung stellen möchte, teile ich mit ihnen den entsprechenden Ordner aus dem PC-Online-Backup, wenn ich deren Handyfotos sichern möchte, teilen sie den entsprechenden Online-Backup-Ordner über idrive mit mir. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man dieses Verwalten und Teilen nur über das browserbasierte Dashboard erledigen kann, während die Backups über eine App oder Desktop-Software erfolgen.

Wenn man nicht den Nerv hat, seine gesamte Datensammlung durch die Telefonleitung zu quetschen, kann man sich auch einen physischen Datenträger schicken lassen und per Post die Daten einmalig nach Kalifornien schicken, wo sie in die Cloud befördert werden. Aktuell befinde ich mich noch in der Versuchsphase, 103 GB über die Leitung in die Cloud zu befördern (nach zwei Tagen bin ich bei 25 %) Wenn man mit der Bandbreitendrosselung ein bisschen spielt und nachts nicht vergisst, den Standby-Modus des Computers zu deaktivieren, könnte es was werden.

Die Daten sind bei der Übertragung und Speicherung mittels 256-bit-AES-Verschlüsselung gesichert, wobei der Schlüssel entweder vom System oder vom Nutzer selbst vorgegeben wird.

Wenn man zusätzlich noch ein lokales Backup auf einem externen Datenträger haben möchte, bietet idrive zusätzlich für 99,99 $ einen lokalen, über WLAN verbundenen Datenträger an (Network attached storage device NAS, „wifi device“), der ebenfalls über die idrive-Software verwaltet wird.

Alles in allem wirklich ein Rundum-Datensicherungskonzept. Aber wie immer bin ich natürlich auch neugierig zu erfahren, wie Ihr Eure Daten sichert!


Über die Autorin:
Dr. Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf und Mitglied von VKD, BDÜ NRW und AIIC. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

+++ English version +++

It is hard to believe that a child, before becoming digitally full of age (i.e. having a proper WhatsApp account), provokes the disaster I have managed to avoid for over 20 years: total loss of data. Luckily, it was „only“ a bunch of photos taken with my old smartphone, but still: all of a sudden it became crystal clear to me that my family and I are in desperate need of a comprehensive data backup plan.

I am lucky enough to know some passionate test report readers, and so it happened that when I was at my dear friend Julia’s house, over some Gin & Tonics I was recommended exactly what I was looking for: idrive, the one online backup package that offers everything I had been looking for.

It runs on all the usual operating systems for desktop and laptop computers (Mac, Windows, Linux) and mobile devices (Android, iOS, Windows), up to six devices and 1 TB can be backed up under one „Private“ account for – theoretically – $ 69.50 per year (watch out for special offers – after I had installed the app on my smartphone using the free basic version, I was offered the upgrade to the „Private“ plan for as little as $ 15). And you can access the online data backups of any of them from any of them. I found this a bit spooky at the beginning, but there is optional password protection when opening the idrive software/app. The browser-based idrive dashboard can then be used, for example, to save the pictures taken with your smartphone to your desktop computer.

Backups can be run continuously, scheduled or ad hoc by clicking a button, so your computer does not necessarily have to be rattling through synchronising data in the background all the time. But the system will still remind you of your regular backup task if you ask it to. Once all your data is uploaded, files will only be updated incrementally, i.e. only those archives which have been changed locally will be uploaded to your online backup.

On your mobile phone, you can choose from saving your contacts, call logs, calendar, files, apps, SMS, photos (also from WhatsApp), videos and audio files, be it continuously, according to a schedule or ad hoc by clicking the button. Very nice for frequent travelers.

Files deleted from your PC will not be deleted automatically from your online backup version. Unless you „clean up“ your backup (by clicking the button), it will keep all your files – which you may have deleted accidentally from your local hard disk- virtually forever. And if, the other way around, you don’t want to carry around tons of private photos on your mobile device, you can delete them from your mobile harddisk once you have uploaded them to idrive.

The idrive Business Version (currently $ 74.62) even lets you create sub-accounts in order to manage data backups centrally for colleagues, staff or children (without them getting access to your personal data). My personal solution for the moment is to create separate accounts for each child’s mobile device (basic account, free of charge for up to 5 GB) and make excessive use of the share functions. For example, I simply share the online backup file of my local mp3 collection via idrive and they access them using their accounts. Equally they share their online photo backup files with me if they want me to save their photos on my PC. All this sharing back and forth must be done using the browser dashboard, whereas the backup functions work via programs/apps that need to be installed locally.

If you don’t feel like squeezing your 100 GB of data through the landline, idrive even offers to send you a hard drive by ordinary mail so that you can ship your data to California and let them take care of the uploading. My personal 100-GB-upload experiment is still running (I am at 25 % after two days), but when you play around with the bandwidth throttle a bit and don’t forget to deactivate the standby mode overnight, chances are that you will finally get there.

Your data is encrypted during transfer and storage using 256 bitAES encryption, either on the basis of a default key or using your private one.

If you wish to have an additional local backup on an external hard disk, idrive offers a so called „wifi device“ (Network attached storage device, NAS, $ 99.99), which is also managed by the idrive software.

Bottom line is that this is an allround hybrid backup system I am quite happy with, although as always, I would love to know how you handle your data backups!

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About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

Operation leerer Briefkasten

Während es zum Thema Reinhaltung des elektronischen Postfachs nicht nur Spamfilter, sondern bei seriösen Newslettern auch eine (vorgeschriebene) Abmeldefunktion gibt, ist es mit der Abwehr unnötiger Papierpost deutlich komplizierter. Komischerweise höre ich auch seltener jemanden über die Flut unnötiger Papiermengen im realen Briefkasten als über die Spam-Flut jammern, obwohl das Ausfiltern und Löschen von E-Mails viel weniger Arbeit verursacht als das Entsorgen von realer Post (einschließlich Folie von Papierprospekt separieren). Ich jedenfalls finde Berge von Post auf dem Schreibtisch nach ein paar Tagen Abwesenheit lästig – weshalb ich vor einigen Monaten meine Operation „Leerer Briefkasten“ gestartet habe. Nachahmern eindeutig empfohlen:

Schritt 1: Schild an den Briefkasten kleben. Wenn am Briefkasten steht „Keine Werbung einwerfen“, bekommt man keine unadressierte (!) Werbung mehr. Warum gibt es das eigentlich nicht für das E-Mail-Postfach?

Schritt 2: Weiterhin bekommt man jedoch persönlich adressierte Post. Also jeden Katalog und jedes Mailing telefonisch, per Mail oder Fax abbestellen – geht eigentlich ganz schnell und die Hotlines sind immer darauf vorbereitet. Bei den Versandhäusern meines Vorzugs habe ich statt Katalogen die Newsletter abonniert, sie fliegen per Filterregel in einen separaten Ordner, damit sie mir nicht mitten am Arbeitstag auf die Nerven gehen. Und wenn ich mal mitten am Arbeitstag in Kataloge blättern möchte, habe ich sie selbst in der Kabine dabei. Manchmal stellt man ja gerade dann fest, dass man dringend ein neues Kleid braucht.

Schritt 3: Neben den Katalogen und Mailings, von denen ich weiß, weshalb ich sie bekomme – nämlich weil ich bei dem Unternehmen Kundin bin und mir dessen Angebot auch nicht völlig unsympathisch ist – gibt es auch unaufgeforderte Post mit Angeboten von Firmen, mit denen ich noch nie etwas zu tun hatte. Wenn man genau hinsieht, enthalten solche Schreiben aber normalerweise einen Hinweis auf die Möglichkeit, der Nutzung der personenbezogenen Daten zu Werbezwecken zu widersprechen, häufig unter Verweis auf eine Adressdatenvermittlungsfirma. Dieser muss man oft tatsächlich per Post schreiben, da es häufig auf den Firmenwebseiten keine entsprechende Funktion und auch keine E-Mail-Adresse oder Faxnummer für diesen Zweck gibt. Dies ist mit Abstand der nervendste Teil der Operation „Leerer Briefkasten“. Daher kommt Schritt 4 ins Spiel:

Schritt 4: Der Eintrag in eine Robinsonliste. Für Deutschland gibt es derer zwei: Robinsonliste I.D.I. Interessenverband Deutsches Internet e.V. (http://www.robinsonliste.de/) und DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e. V. (https://www.ichhabediewahl.de). Mittlerweile ein äußerst unkompliziertes Unterfangen … und hoffentlich mit der entsprechenden Wirkung – die sich nur dann entfaltet, wenn sich die adressverwaltenden Firmen auch daran halten, die eingetragenen Personen bei ihren Postwerbeaktionen auszusparen.

Mit und mit komme ich meinem Ziel jedenfalls deutlich näher, im Briefkasten nur noch Versicherungsunterlagen, Bußgeldbescheide und stimmungsaufhellende Geburtstags- und Weihnachtskarten vorzufinden.


Über die Autorin:
Dr. Anja Rütten ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin für Deutsch (A), Spanisch (B), Englisch (C) und Französisch (C) in Düsseldorf und Mitglied von VKD, BDÜ NRW und AIIC. Sie widmet sich seit Mitte der 1990er dem Wissensmanagement.

The Future of Interpreting & Translating – Professional Precariat or Digital Elite?

Interpreters being paid by the minute (or hour) nowadays does not seem as inconceivable as it used to be. Technically speaking, small worktime and payment units have become easier to handle, thus more probable to be applied. The question arises if working and being paid on a micro or macro level, as the two extremes, bring about any special advantages or disadvantages for interpreters/translators and their customers – a question I would like to share some thoughts with you about, paying special attention to the information and knowledge aspect.

Knowledge work

Interpreters and translators are knowledge workers constantly moving back and forth between different linguistic and technical knowledge systems. In order to do so, they rely on their own knowledge base being complemented by external information sources. This consultation of external sources is what I call “secondary knowledge work”, it is performed in order to properly perform the actual, primary knowledge work, i.e. the interpreting assignment or translation at hand. Interpreters do so mainly during preparation and, to a limited extent, on the job when doing ad hoc research and after the job while a translator’s secondary knowledge work tends to be more intermittent and less clearly distinguishable from the primary task of translating.

primary and secondary knowledge work in interpreting

Macro knowledge work

What interpreters need to know in order to interpret a certain speech goes far beyond the text itself both technically, linguistically and pragmatically. In a macro knowledge work scenario, they have indeed acquired this knowledge. Ideally (but not necessarily) they are all-round language service providers to companies and organisations – cooperating if need be with a team of freelance colleagues – taking care of anything ranging from translations (documentation, website, brochures, meeting documents, even short emails) and terminology to interpretation of meetings, sales events, negotiations and short phone calls. Micro work elements like interpreting (or making) the said phone call, answering spontaneous terminological questions or translating single sentences smoothly integrate into the macro level of long-term, relatively large-volume language service provision. There is no need for extensive secondary knowledge work in order to familiarise with the respective industry, company products, background and intentions of the persons involved and the company terminology and typical jargon, the background knowledge as a decisive production factor having been acquired (and financed) in the course of the long-term cooperation. Primary and secondary knowledge work go hand in hand. In this scenario, a company may well draw from the extensive insight the interpreter or translator has and rely on their professional judgement and advice.

Micro knowledge work

Sometimes the cost and effort of recruiting a proper specialist would by far exceed the benefit. This is the case when no context knowledge is required to fulfil the task or when quality simply does not pay off. If the customer lives off selling very cheap products and needs multilingual categorising or key word finding for tons of products just to feed the search engines, then less quality for less money is a business case. A company may give thousands of words to a dozen translators and have them translated in no time, saving time and money by not investing in the meaningful translation of a text that, after all, has a very life-expectancy.

When confidential matters are interpreted, like in medical or legal interpreting, the customer would rather see the insight gained by the interpreter disappear without traces from the interpreter’s memory, just like current assets in a factory, rather than make use of it.

Under certain circumstances context knowledge may even be a caveat when, for example, unbiased and unprejudiced views are required and, in the opinion of the customer, an informed interpreter might be prejudiced and render a pre-filtered version of what is being said on the basis of what he or she considers important or unimportant.

In all these cases, no secondary knowledge work is required, and everyone is just fine with the interpreter mentally operating within a confined space of information. However, in most interpreting settings the task becomes extremely difficult without a wider view on the technical, linguistic and pragmatic background.

Macro payment

When remuneration is based on larger units – like in the case of employees’ monthly or annual salaries – the long-term benefit provided to the company or organisation by the employee based on their experience, training, soft skills etc. positively influences the amount being paid (macro payment). The largest usual payment unit for freelance interpreters is a day and for translators an hour (if not paid by the word or line). Without an in-depth survey it is hard to tell whether the knowledge acquired in the long run by the interpreter, as well as the time required for the secondary knowledge work dedicated to a special assignment, are factored in when these fees are calculated. Conference interpreters tend to argue that their daily fees include preparation. However, when analysing the typical cost structures, this often turns out not to be true (see AIIC Blog article about this subject).

Generally speaking, the larger the work volume the smaller will be the proportion of secondary knowledge work in relation to the primary task. This is due to a certain scale effect when working on a macro level, for the effort of familiarisation/knowledge acquisition can be allocated to a larger amount of work. This may be a long and/or repeated assignment or the sum of translation plus interpreting plus any other minor linguistic support like phone calls and emails, provided that these tasks are in a way interrelated. For example,  interpreters being present at a meeting have translated the documentation beforehand or translate the minutes afterwards and also interpret the occasional phone call between the meeting participants. As they are familiar both with the subject matter and with the people involved, they will not have to prepare as much as someone unfamiliar and, more importantly, be able to compensate the loss of visual and contextual information on the phone and read (or hear) between the lines more easily.

Larger work volumes tend to be remunerated in larger payment units. Let’s say a two-day interpreting assignment will hardly be paid by the hour, whereas this might be the case for a two-hour job and a customer might tend to pay a fifty-minute job by the minute. However, if a small one-off project involving a small amount of micro working units (minutes) is not embedded in a long term, macro-type of cooperation but “informed” interpreting is still required then macro payment will be more appropriate in order to account for the secondary knowledge work required. It does not necessarily have to be in big payment units as long as the preparation effort is factored in. However, this may be easier to factor into bigger payment units.

Micro payment

In translation, payment in small units like words or lines (i.e. characters) has been common practice for a long time. In interpreting, it is becoming increasingly popular at least from the customer side what with Voice over IP and remote interpreting techniques. Crowd sourcing platforms offer a superb technical environment for assigning micro jobs and will be happy to inform crowd workers about their excessive pricing (without knowing their cost base) simply based on a comparison of prices indicated by their competitors. With smaller payment units, the focus may be reduced to mere primary knowledge work with the secondary knowledge work being lost out of sight and thus not being factored in both time-wise and financially (micropayment). This may be a sensible thing to do for the reasons mentioned above – basically if the job at hand requires low qualification. It may, however, happen accidentally – i.e. when “informed” macro knowledge work is required and the additional effort of macro knowledge work is not assigned to the small payment units. The idea of working and paying on a macro level while using small payment units may sound contradictory at first. But it works perfectly well for many translators provided they don’t calculate their fees on the basis of some words being typed away. The same goes for interpreting, which might even be charged by the minute as long as the scope of the calculation is not limited to the mere physical presence of the interpreting person. It may, however, be difficult to calculate if the amount of minutes needed is unknown beforehand. If, for example, a price per minute were to be fixed for “over the phone” interpreting, this would have to vary in the extreme according to the number of minutes bought. If the interpreter prepares three hours and charges 80 EUR/hours worked then the price per minute will have to be 240 EUR for one minute interpreted, 48 EUR/minute for five minutes interpreted (not counting the actual minutes of interpretation so far) and 5.50 EUR/minute for 60 minutes interpreted. The principle (and difficulty) of calculating volume discounts becomes quite clear here.

The role of software

Crowd sourcing and job platforms first and foremost facilitate the search for and selection of interpreters and translators for both large and small jobs. In translation business, translation memory systems (if possible cloud-based) may then help in having many different people work on one text simultaneously. On the other hand, those systems also offer positive solutions for long term cooperation with reliable data bases growing over time –a perfect support for efficient macro knowledge work with benefits for both sides. In interpreting, so far no similarly beneficial technical development can be reported, at least not to my knowledge. If there is something I have missed out on, please let me know in the comments!

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About the author:
Anja Rütten is a freelance conference interpreter for German (A), Spanish (B), English (C) and French (C) based in Düsseldorf, Germany. She has specialised in knowledge management since the mid-1990s.

Verträge auf dem Smartphone oder Tablet unterschreiben +++ Signing contracts on your smartphone or tablet

+++ For English see below +++

Man kennt es ja: Gerade liegt man unter Palmen, da schneit per Mail der Vertrag für den nächsten Auftrag hinein und will sofort unterschrieben zurückgeschickt werden. Und nun? Zur Rezeption laufen, Vertrag ausdrucken lassen (supervertraulich) und unterschrieben zurückfaxen? Natürlich nicht. Denn zu meiner übergroßen Freude habe ich in meinem diesjährigen Urlaub festgestellt, dass das, was viele von uns schon lange am PC machen, nämlich Pdfs oder Bilddateien digital signieren, jetzt auch – und noch viel besser – am Tablet oder Smartphone geht. Mit dem ganz normalen kostenlosen Adobe Acrobat Reader für Android (was sagen die ipad-Nutzer?) kann man ganz einfach ein pdf am Bildschirm handschriftlich unterzeichnen, speichern und verschicken. Der Vorteil: Man benötigt noch nicht einmal eine gescannte Unterschrift auf der Festplatte oder in der Cloud, denn man malt sie einfach mit dem Zeigefinger (oder einem Stift, wer hat) auf das Touchscreen. Besser geht’s nicht.

So weit, so gut. Aber wie sieht es denn eigentlich rechtlich aus mit diesen digitalen Unterschriften? Meine Notarin erklärte mir auf diese Frage hin gestern erst einmal, dass Verträge, wenn es nicht gegenteilig im Gesetz oder durch Vereinbarung der Parteien vorgesehen ist, gar nicht zwingend der Schriftform bedürfen. Im Prinzip reiche also in unseren Verträgen über Dolmetschleistungen auch eine E-Mail, eine (fern)mündliche Vereinbarung, ein Fax oder eben auch eine gescannte Unterschrift oder eine vom Touchscreen (ein anderes Thema ist dann natürlich die Nachweisbarkeit im Falle eines Rechtsstreits). Ist die Schriftform aber laut Gesetz erforderlich oder unter den Vertragspartnern vereinbart, so reicht  weder eine gescannte Unterschrift noch das Gekrakel auf dem Tochscreen. Einer Unterschrift auf Papier gleichwertig ist eine digitale Unterschrift erst, wenn die Anforderungen an eine „qualifizierte elektronische Signatur“ mit Signaturschlüssel (vgl. Signaturgesetz SigG 2001 § 2) erfüllt sind. Das heißt, bei Verträgen mit Formfreiheit können wir uns im Prinzip den ganzen Aufwand mit den „unqualifizierten“ digitalen Unterschriften auch sparen und stattdessen einfach eine Mail schicken. Es sei denn, der Kunde besteht darauf bzw. man möchte ihm einfach den Gefallen tun.

PS: Ich bin keine Juristin, daher alle Informationen unter Vorbehalt. Interessant dazu auch eine Stellungnahme des Verbandes Organisations- und Informationssysteme e.V.

Unterschrift Tablet
signature on a tablet pc

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Typical … just as you are enjoying another cocktail on the beach, there comes an email with the contract for your next job, which please needs to be signed and returned right away. Now what? Walk to reception, have it printed out (very confidential indeed) and fax back? No way. To my utmost delight, what has been possible for quite some time on a desktop or laptop computer, i.e. signing your pdfs or image files electronically, can now be done on a tablet or smartphone just as well – and even better. The very normal, free of charge Adobe Acrobat Reader for Android (don’t know about ipad?) allows you to sign your pdfs manually, saving them and sending them on. The nice thing about it is that there isn’t even a need for a scanned signature being saved somewhere on the hard disk (or in the cloud), you simply draw the signature on your touchscreen with your finger (or using a stylus pen if you happen to have one).

So far, so good. But what about the legal status of such electronic signatures? I don’t know about other countries, but my German notary explained to me that there is no explicit need for contracts do be done in writing anyway. If not stipulated differently in the law or agreed upon by the parties, contracts like ours may as well be made orally, by phone, email, fax or using scanned signatures or those scribbled on a touchscreen (theoretically speaking, that is; what holds proof in the case of a dispute remains to be seen). If, however, a written contract is required, all this won’t do the trick anyway. In order to have an electronic equivalent to a pen and paper signature, you need to use what the German „signature law“ calls a „qualified electronic signature“, i.e. one including a signature key. So actually, when no written contract is required, there is no point in using all those „unqualified“ signatures anyway, you may as well just send an email, unless your customer insists or you just want to do them the favour anyway.

PS: As I am not a lawyer, the above information merely reflects my personal understanding of the matter.