Schneller Lesen – dafür gibt es doch bestimmt eine App!

Für eine wirklich bessere Lesetechnik muss man definitiv auch das altmodische Gehirn bemühen, aber einige Aspekte davon – Blickspanne nutzen, nicht im Text zurückspringen – sind ja doch so mechanisch, dass man sich fragt, ob dabei nicht der Computer helfen kann. Und tatsächlich sind auf diese Idee auch schon andere gekommen.

Zunächst einmal vielen Dank an Conrado Portugal, der mir diesen Artikel aus der Huffington Post geschickt hat: http://m.huffpost.com/es/entry/4902279, (den es nicht nur auf Spanisch, sondern auch mindestens auf Englisch gibt). Die darin vorgestellte Schnell-Lese-App von Spritz ist leider nur für wenige Geräte erhältlich, eine ähnliche habe ich aber für mein Android-Tablet gefunden, nämlich „A Faster Reader„:

Das Prinzip ist einfach: Die Wörter eines Textes werden einzeln nacheinander angezeigt (das Tempo kann man regulieren), so dass das Auge immer auf dem gleichen Punkt ruhen kann und keine Zeilen abtasten muss. Cool gelöst: Wenn man einen Text mit dieser App lesen möchte, geht man einfach auf „Teilen“ und wählt „SpeedReader“ aus.

Vielleicht nicht das romantischste Leseerlebnis, aber schon effizient, und irgendwie doch charmant  – vor allem aber nützlich, wenn man mal etwas am winzigen Smartphone-Bildschirm lesen muss.

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Audio-Vorbereitung 3: Hurra, mein Glossar spricht! Aus mehrsprachigen Tabellen mp3s zaubern

So hocherfreut ich war festzustellen, dass der Computer problemlos geschriebenen Text vorliest und das Vorgelesene auch ohne viel Murren als mp3 herausrückt, so sehr hat es mich dann gefuchst, dass das mit mehrsprachigen Glossaren nicht so mir nichts, dir nichts funktionieren wollte. Ich habe also einige Spracherzeugungssoftware-Hersteller mit der Frage genervt und ein bisschen rumprobiert, und siehe da, letztendlich habe ich doch einen einigermaßen bequemen und bezahlbaren Weg gefunden:

Für 20 EUR habe ich mir TextAloud gegönnt (bereits vorgestellt hier http://wp.me/p3KGB8-2n) und bin damit bestens gewappnet. Man muss dem Programm nur mit ein paar Tags auf die Sprünge helfen, damit es weiß, an welcher Stelle es welche Sprache sprechen muss, aber dann funktioniert es wunderbar.

Folgende Tabelle habe ich TextAloud zum Vorlesen gegeben, in der ich vor jede Spalte eine zusätzliche Spalte eingefügt habe, in der steht, welche Stimme sprechen soll:

ExcelGlossar mit Tags

Wie diese Tags aussehen, findet man heraus, indem man es einmal in TextAloud direkt ausprobiert:

TextAloud

Die fertig präparierte Excel-Tabelle befördert man dann per Copy&Paste in TextAloud:

TextAloud Glossar

Dann klickt man auf „Speak“ oder „To File“ – und fertig!

Hier das Ergebnis zum Anhören:

Nicht schlecht für einen Computer, finde ich. „Te-ha-ymian“ ist ein bisschen lustig, aber auf jeden Fall erfüllt das Ganze seinen Zweck, sich im Auto, beim Sektfrühstück oder beim Kugelschreiberzusammenschrauben die 200 wichtigsten Termini für die morgige Konferenz noch einmal anzuhören.

Und zum Schluss die gute Nachricht: Wenn man sich die Mühe einmal gemacht hat, speichert man sich einfach eine leere Vorlage in Excel (so wie diese hier: Glossar für TextAloud LEER, geht wahrscheinlich auch in Word) und muss beim nächsten Mal nur noch seine Glossarspalten hineinkopieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren!